INSOMNIUM aus Finnland beehren die Metal Welt mit ihrem dritten Album „Above the weeping world“. Die interessanteste Information über die Band wird wohl die kommende Europa Tour mit SATYRICON sein, wo sie sich einer größeren Masse von Menschen vorstellen kann. Ob das helfen wird, wird man dann sehen. Mit einem traurigen Piano beginnt das Intro „The Gale“ die Platte. Melancholie und schwere Gefühle spielen eine ganz entscheidende Rolle bei INSOMNIUM. Allerdings darf man die Finnen nicht als Gothic Metal Band missverstehen, dafür tritt man zwischendurch doch zu oft aufs Gaspedal. Was man hier zu hören bekommt, kann man ohne weiteres als melodischen Death Metal bezeichnen, wie ihn DARK TRANQUILLITY zu ihren softesten Zeiten spielten (obwohl diese Zeiten ja nicht zwingend vorbei sind).

Die Richtung sei also schon mal gesetzt und wahrlich erschaffen INSOMNIUM hier nichts wirklich neues, sondern lehnen sich sehr stark ihre Vorbilder an, zu denen man auch durchaus IN FLAMES zu „Colony“ Zeiten zählen muss. Besonders bemerkbar macht sich dieser Einfluss beim cleanen Gesang von „The killjoy“, als würde Anders Friden ins Mikro seufzen. „At the gates of sleep“ oder besagtes „The killjoy“ und eigentlich jeder Song von „Above the weeping world“ könnte auf einem DARK TRANQUILLITY Album a la „Haven“ oder „Damage done“ oder auf IN FLAMES’s „Colony“ stehen. Die Melodieführung und die Songstrukturen sind eindeutig.
Zeitweise gehen INSOMNIUM etwas komplexer und auch ruhiger vor, mehr Riffs und mehr atmosphärische Passagen, aber der Vorwurf einer Abkupferung des typischen Stils der zwei Bands ist einfach nicht von der Hand zu weisen. Die Hinweise sind eindeutig.

Schlecht ist „Above the weeping world“ natürlich nicht. Wen es nicht stört, dass die Finnen nichts Eigenes schaffen, der soll seinen Spaß haben mit der CD. Das Spiel und auch das Songwriting sind bei Leibe nicht schlecht, aber einer, oder auch zwei Bands so dreist nach zu eifern, die noch „alive and rocking“ sind, ist schon recht frech.

Wer also bereits genannte Alben vergöttert, wird auch hier bei jedem Takt mitwippen. Wer mit den beiden Bands nix anfangen kann, kann auch von INSOMNIUM getrost die Finger lassen. Auf der bald folgenden Tour mit SATYRICON kann man sich ja mal live überzeugen, oder nicht. (Bernie)

Bewertung: 6,0 / 10

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 53:02 min
Label: Candlelight Records
Veröffentlichungsdatum: 22.09.2006
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