Eternity Magazin
Hinter GOATWHORE versteckt sich doch tatsächlich ein ehemaliges CROWBAR Mitglied. Warum das so erstaunlich ist? Nun, von CROWBAR Mitgliedern hätte man wohl am allerwenigsten ein Black Metal Album erwartet. Doch mit „A haunting curse“ präsentiert uns Sammy Duet und seine Kumpanen genau dies. Pfeilschnell, durchzogen mit Blast Beat und Double Bass-Teppichen, fieses Riffing und brutale Härte zahlen GOATWHORE aus. Furioser Black Metal der amerikanischen Art. Kaum ein Skandinavier würde die Bezeichnung hier akzeptieren, der Sound ist alle erste Sahne und verdammt druckvoll (Erik Rutan hat mal wieder erstklassig gearbeitet), der Gesang ist eher eine Mischung mit Death und Grind. Weder mit DARKTHRONE, noch mit DIMMU BORGIR zu vergleichen (Achtung, plakative Beispiele!), könnte man den Stil vielleicht sogar als American Black Metal bezeichnen.

Wem das zu hoch gegriffen vorkommt, für den gehen wir jetzt mal etwas tiefer in die Materie.
GOATWHORE sind auf der einen Seite durchaus in der Lage, die Black Metal typische Kälte zu verbreiten, was man in Songs wie „Forever consumed oclivion“ sehr schön hören kann. Auf der anderen Seite kloppen die Jungs aus New Orleans auch einfach eher Death metallisch die Felle mürbe („My eyes are the spears of chaos“) oder man bringt alles auf einen Nenner wie bei eigentlich dem Groß der Songs (besonders „Bloodletting upon the cloven hoof“). Im Titeltrack wird es sogar zwischendurch ein wenig thrashig und man erinnert gleichzeitig sogar hin und wieder an IMMORTAL. Die langen Songtitel lassen davon abgesehen von interessanten, satanisch angehauchten Lyrics schließen. Wie interessant im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden.

Ein im Großen und Ganzen knüppelhartes Album, das die Härte des amerikanischen Metals in den Black Metal Kontext transferiert. Das Problem von GOATWHORE ist allerdings, dass es zwar keinerlei Ausfälle auf „A haunting curse“ gibt, aber leider auch keine wirklichen Höhepunkte. Die einzelnen Songs schaffen es nicht, eigene Akzente zu setzen, dass sie besonders im Ohr hängen bleiben, auf welche Art auch immer. Dass die Songs im Mittelmaß versinken wäre deutlich zu hoch gegriffen, dafür knallt es viel zu sehr an allen Ecken. GOATWHORE schaffen nur eben den entscheidenden Schritt nicht.

„A haunting curse“ sei prinzipiell jedem zu empfehlen, der auf modernen Black Metal mit starken Death Einflüssen steht und mit der skandinavischen „Elite“ nix anfangen kann, sondern den Schädel von einer knallharten, sauberen Produktion gespalten wissen will. Ansonsten sei dringend dazu geraten, vor dem Kauf in die Scheibe rein zu hören, um sich selbst zu überzeugen. Feines Geknüppel findet man hier allemal! (Bernie)

Bewertung: 7,0 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 39:15 min
Label: Metal Blade
Veröffentlichungstermin: 11.09.2006
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