Eternity Magazin
„11Dreams“ schlug 2004 in der Metal Welt ein wie eine Bombe und wurde sowohl von Fans als auch Presse zünftig abgefeiert. Zwei Jahre später werfen die Dänen nun den Nachfolger der hungrigen Meute zum Fraß vor. Dabei hatten MERCENARY kurz zuvor noch den Verlust ihres Bassers und Mitsängers Kral zu beklagen. Dass dieser Verlust nicht wirklich tragend war, beweist „The hours that remain“ mit Vehemenz. Besagter Herr Kral zeichnete sich bei MERCENARY für die zweite, harte Stimme verantwortlich und brachte somit den Death Metal Einfluss in den Sound der Band. So schnell konnte für die Aufnahmen kein Ersatz gefunden werden, deshalb übernahm einfach Produzent Jacob Hansen den Job im Studio. Generell ist dieser Einfluss auf ein Minimum geschrumpft (eigentlich nur bei einem Song).

Härte kommt bei „The hours that remain“ aber definitiv nicht zu kurz, wenn man sich zum Beispiel „Year of the plague“ oder „Soul decision“ anhört, die zu Beginn doch ganz ordentlich auf die zwölf geben. Sänger Sandager gehört eh zu den besten seines Faches und beweist, dass er durchaus die Sau rauslassen kann und kreischt sich neben seinem sehr melodischen Gesang zwischendrin immer mal wieder die Seele aus dem Leib. Die größten Reverenzen der Band sind nach wie vor NEVERMORE und SOILWORK in der Mischung aus Härte und Melodie. Die ultra melodischen Gesangslinien sind stets untermalt mit einem knüppelharten, wenn auch meist im mittleren Tempo gehaltenen Gitarrenteppich; wie im Prog üblich oft auch rhythmisch vertrackt.
MERCENARY treffen mit jedem einzelnen Track des Albums voll ins Schwarze und zaubern einen Hit nach dem anderen aus dem Ärmel, ganz vorne „Redefine me“ und „Lost reality“.

Trotz der Songlänge von durchschnittlich 6 Minuten kommt auf „The hours that remain“ nie Langeweile auf, die Dänen halten das Interesse zu jeder Sekunde aufrecht. Einzelne Songs besonders hervor zu heben macht keinen gesteigerten Sinn, da es hier keinen einzigen Ausfall zu verzeichnen gibt.

Wer auf melodische Hits gepaart mit harten Gitarren steht, alles verpackt in einen von Jacob Hansen selbstverständlich perfekt gezimmerten Sound, der sollte sich „The hours that remain“ wirklich zulegen. Aber auch für alle anderen, ja, alle, sollte MERCENARY mit ihrer neuen Langrille ein Grund sein, mal etwas Neues auszuprobieren. Es lohnt sich, hier ist was für jeden dabei! (Bernie)

Die limitierte Auflage wird übrigens mit einer knapp 2 stündigen Bonus DVD versehen sein, mit Dokumentation und Live Mitschnitten.

Bewertung: 8,5 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 62:19 min
Label: Century Media Records
Veröffentlichungsdatum: 21.08.2006
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