Eternity Magazin
Etwas erstaunt liest man in der Band Biography, dass DISASTER KFW schon am 25.12.1985 um 19.31Uhr (sic!) gegründet wurden. Damals in der Band befanden sich auch die Recken Eumel und Dr.Pest, die wie wir alle wissen, nun durch DIE APOKALYPTISCHEN REITER bekannt geworden sind. Aus diesem Umfeld kann man also so einiges erwarten, vor allem wenn es um zünftigen Humor geht. Mit „Collateral damage“ weisen die Ostler nach fast 10 Jahren Pause in den 90ern nun endlich ihr zweites volles Langeisen vor. Musikalisch nicht zwingend mit den REITERN vergleichbar bieten DISASTER KFW (KFW steht für Klassicher Friedhof Weimar) auf ihrer neuen Rille einen bunten Strauß voll toller Musik, im Querschnitt zwischen Death, Thrash und Black Metal.
Ein Quäntchen Black Metal in „Bloody and gore“, Death Metal im Titelsong „Collateral damage“, Thrash Metal bei „Hartlackers united“, die Mischung macht’s. Bei “Clash of the titans” kann man sogar Anleihen zu AMON AMARTH heraus hören.

Dass DISASTER KFW schon eine Weile bei der Sache sind, merkt man ihnen an, denn die Songs sind durchweg auf handwerklich gutem Niveau und sehr abwechslungsreich. Der cleane Gesang bei „Hartlackers united“ und „Kill all humans“ war zwar nicht unbedingt notwendig und klingt eher unbeholfen, wertet den Song aber in Punkto Abwechslung noch auf. Die Produktion von „Collateral damage“ wurde von besagtem Dr.Pest übernommen. Man hat das Gefühl, dass es hätte besser sein können, die Gitarren bräuchten etwas mehr Druck und das Ganze könnte etwas differenzierter sein. An sich ist der Sound alles andere als schlecht, aber heutzutage ist man doch arg verwöhnt.

Man käme aber nicht aus dem Umfeld der APOKALYPTISCHEN REITER, wenn man seine Musik nicht mit ein bisserl Humor versüßen würde. „Fear is our crowd (Fuck Sauerkraut)“ zum Beispiel erscheint als Hasstirade gegen das deutsche Kraut, oder gegen die bekannten Auswirkungen… dazu sollte man die Band vielleicht gesondert befragen. Ihre Bierseligkeit beweisen die Jungens mit dem Hidden Track „Bierchensong“ auf dem eigentlich mehr rumgealbert wird als ernsthaft musiziert. Und ich wette, dass die Texte absolut lesens- und schmunzelwert sind.

Trotz aller Lustigkeit liegt aber der Fokus immer auf dem Wichtigsten, nämlich der Musik. Und da lassen DISASTER KFW nichts anbrennen. Abwechslungsreich auf hohem Niveau mit ner ganzen Ladung voll geiler Riffs und Melodien wissen die Ostler mit „Collateral Damage“ durchaus zu überzeugen. Die Scheibe braucht unter Umständen 2 bis 3 Durchläufe, zündet dann aber umso besser. Nächstes Mal noch einen knackigeren Sound, und dann ab auch Deutschland Tour. Antesten! (Bernie)

Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: : min
Label: War Anthem Records
Veröffentlichungsdatum: 14.07.2006
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