Viking Metal Bands gibt es wie Sand am Meer. Angefangen mit ENSIFERUM über fast unbekannte Bands wie WINDIR ist hier alles vertreten. Zurzeit erlebt dieses Genre auch eine gewisse Renaissance und gewinnt ordentlich an Aufmerksamkeit nach Festivals wie dem Ragnarök vor knapp 2 Monaten. Dort spielten auch die Norweger HELHEIM, die mit „The journeys and the experiences of death“ nun ihr lang erwartetes fünftes Album veröffentlichen. Schon ein Blick auf das geniale Cover (für mich ganz klar Anwärter auf Cover des Jahres) mit dem auf einem entstellten Schädel platzierten Raben lässt vermuten, dass man bei HELHEIM keine lustigen, feucht-fröhlichen Wikingergesänge erwarten sollte.
Der Opener „Veneration fort he dead“ beginnt aus einer Melange aus pfeilschnellem Thrash und Black Metal, dass die Rübe qualmt. Keine Singalong Refrains für besoffene Bärtige, hier geht die Post ab. Die sehr harte Produktion lässt kaum Wünsche offen, sägende, klar differenzierte Gitarren (Mitte The Bewitchment“ besonders), fein getrimmte Drums, die sich wunderbar in den Gesamtsound einfügen und ein zwischen Death und Black Metal schwankender Gesang. Generell werden hier eben Elemente der härteren Spielarten vermengt, sowohl Thrash als auch Death und Black Metal sind zur Genüge zu hören. Beginnend mit „Oaken Dragons“ wird der Rest der Platte allerdings etwas langsamer und die Thrash Elemente werden gegen atmosphärische Riffs ausgetauscht.

Nach, bzw. vor den Songs gibt es immer wieder kleine Soundeinsprengsel, Instrumental oder als Dialog bzw Handlungsgeräusche, zu hören, die das Konzept von HELHEIM unterstützen. Die Band behandelt hier nämlich die Todes Kulte und Rituale der Wikingerzeit. Was „The journeys and the experiences of death“ im Endeffekt wirklich ausmacht, ist die Atmosphäre und die Umsetzung von genau diesem Konzept. Man kann hier keinen Anspieltipp oder einen Hit aus den neun Songs heraus nehmen, das Gesamtkonzept ist das, was wirklich zählt. Ein gewisses Feeling und eine Atmosphäre, die während dem Genuss des Albums beim Hörer erzeugt wird.

HELHEIM erfinden weder das Rad neu noch gibt es hier großartige Überraschungen oder ausgefallene musikalische Besonderheiten. HELHEIM entführen zu einer Reise in die Vergangenheit, in eine andere Zeit und eine andere Welt. Weit weg von dem, was ist, hin zu dem was war oder niemals sein wird.
Für den Viking Metal Fan ist „The journeys and the experiences of death“ der beste Reisebegleiter. Wannabe Wikinger werden ihre Freude an dieser Platte haben und auch Genrefremde sollte vielleicht mal ein Ohr riskieren, denn HELHEIM machen ihre Sache wirklich gut. Die limitierte Version des Albums beinhaltet übrigens die Mini CD „Helsviti“, die niemals veröffentlicht wurde und somit klar eine Rarität darstellt. (Bernie)

Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 47:38 min
Label: Dark Essence / Karisma Records
Veröffentlichungstermin: bereiits veröffentlicht
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