Eternity Magazin
Heidewitzka, Herr Kapitän, was haben ENTOMBED im Laufe der letzte Jahren an Ansehen verloren. Durch den fast zwanghaften Drang weg vom melodischen Schweden Death hin zum Rock `n Roll hat man viele Fans vergrault. Nach dem Weggang von Gitarrist Uffe Cederlund steht die Band nun allerdings wieder am musikalischen Anfang.
…und macht alles richtig! „When in Sodom“ ist als Teaser EP zum im September erscheinenden „Serpent saints“ zu sehen und wurde am verheißungsvollsten Datum des Jahrhunderts, nämlich am 06.06.06 veröffentlicht.
Als würden es die Schweden zu ihrer teuflichen Pflicht zählen, nutzen ENTOMBED die Line-Up Situation tatsächlich, um wieder ganz von vorne anzufangen. Heißt: Es wird geholzt !!

„When in Sodom“ sollte für alle alt ENTOMBED Fans wie ein Wunder wirken, rollt der Titeltrack doch schon gleich zu Beginn das Feld von hinten auf und entpuppt sich als brutale Death Metal Walze der allerfeinsten schwedischen Art. Fette, tiefe Gitarren, röhrend grölender Gesang und harte Drums. Mein Gott, tut das so gut, die Jungs wieder bolzen zu hören. Ein wahres Brett mit mörderischem Groove. Zum Refrain hat man noch einen Kinderchor eingeladen (nicht lachen, erst weiter lesen *g*), der den an sich schon düsteren, bedrohlichen Song noch etwas Furchteinflößender macht. Man denkt gerne an gewisse Horror Movies zurück, in denen kleine Kinder ganze Massen ins Verderben locken, har!
Wie aus dem Lehrbuch folgt auf die abwechslungsreiche Walze mit „Carnage“ die Highspeed Granate und nun wird niemand mehr zweifeln, dass es die alten Recken immer noch dicke drauf haben. Weder DISMEMBER noch AT THE GATES (RIP) und Konsorten könnten hier ran reichen. Hammer Song, voll schwedischer Riff-Melodie und Geschwindigkeit. ENTOMBED is back!

Mit „Thou shalt kill“ wird’s wieder etwas langsamer. Schwer groovend und bedrohlich wird hier das Konzept-Thema der EP rund um Sodom und Gomorrah umgesetzt. Allerdings kommt weder „Thou shalt kill“ noch der Folgetrack „Heresy“ ganz an die überragende Qualität der ersten beiden Killer ran. Beileibe nicht schlecht und auch angenehm death metallisch aber ohne das gewisse Quäntchen zum Killersong. Kein Wunder bei dem, was vorgelegt wurde.
„Heresy“ wartet mit einem geilen Hook auf und bietet wieder den vom Opener bekannten Kinderchor, der den Song im Wechselgesang mit Frontgröler L. G. Petrov eine ganze Schippe mehr an Atmosphäre gibt. Sehr geil umgesetzt.

Ausfall der EP ist allerdings „Amen“, das man mit der unverzerrten Gitarre und dem extrem verzerrten Sprechgesang als Quasi-Instrumental sehen kann. Ganz in schwedischer Tradition hat man ähnliches schon von IN FLAMES, DIMENSION ZERO oder AT THE GATES gehört. Nett für Zwischendurch, aber über 4 Minuten doch arg langatmig.

Im Gesamten betrachtet kann man eigentlich nur in frenetischen Jubel ausbrechen, hoffend, dass die nächste volle Langrille in diesem Stil gehalten ist. Seit Jahren immer wieder gefordert und bitterlich vermisst, sind ENTOMBED jetzt endlich wieder da, wo sie hingehören, im schnörkellosen schwedischen Death Metal! Hell Yeah!
Zwei Killer Songs und zwei gute Tracks lassen den recht unnötigen Ausfall schnell vergessen. Macht zusammen ordentlich Bock auf den September, wenn „Serpent Saints“ nach den zwei Killer Songs kommt, dann gibt’s ein Donnerwetter der Extra-Klasse! ENTOMBED is back! (Bernie)

Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 5
Spielzeit: 23:49 min
Label: Threeman Recordings
Veröffentlichungstermin: 06.06.2006
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