IF HOPE DIES stammen aus New York und veröffentlichen nun ihr drittes Album über Metal Blade. In einer Pause vom ständigen Touren über die ganze Welt wurde "Life In Ruin" von Jason Suecof produziert, der sich schon mit Bands wie TRIVIUM oder GOD FORBID einen Namen gemacht hat. Die ersten Töne versprechen viel. Endlich mal wieder Sound direkt aus der Schweden Schmiede! Keine Auswüchse, keine Kompromisse. Melodischer Schwedentod, wie wir ihn mögen.
Doch nach den ersten paar Takten von "Burned Out" wird die Hoffnung jäh zunichte gemacht. Denn bei IF HOPE DIES handelt es sich tatsächlich, mal wieder, um eine aus dem Hardcore stammende und beeinflusste Band. Die Musik ist zwar absolut 100% melodischer Death Metal. Und eigentlich weist auch rein gar nichts auf den Hardcore Bezug hin, nicht mal die Stimme von Sänger Alan French. Bis hin zum ersten Downbeat…

Es erscheint als ein absolutes Rätsel, warum jede Band aus diesem Bereich auf Teufel komm raus in fast jeden Song diese elenden Downbeats zwängen muss, die meistens nicht mal ansatzweise in den Song passen und schlichtweg deplatziert und unnötig wirken! Eine Band sollte live doch auch ohne dieses unsägliche Stilmittel fähig sein, Bewegung in die Masse zu bringen!

Songs wie "Anthem For The Unemployable" (Titel des Jahres, eindeutig) klingen nämlich so schön nach alten IN FLAMES (wenn auch schon ein bisschen zu sehr!) und SOILWORK, dass es zeitweise richtig Spass macht, "Life In Ruin" zu hören.
Sänger French singt mit starkem Organ, dass überraschenderweise überhaupt nicht nach Hardcore klingt im Gegensatz zu den trölfzig anderen Bands des Genres, die immer noch in Masse aus dem Boden schießen. Desöfteren wechselt er auch mal zu melodischen Gesang, was den Songs um einiges mehr Farbe verleiht.

"Fear Will Keep Them In Line" und "The Ultimate Nullifier" sind sehr nett anzuhören und bringen durchaus Spaß ins Ohr! Was wirklich Besonderes oder Neues schaffen IF HOPE DIES hier allerdings, natürlich, nicht. Sie bedienen sich schon tausendmal gehörter Riffs und können leider keine wirklichen Akzente setzen.
Trotz allem klingen die Amis regelrecht erfrischend metallisch und die Downbeats werden auch im Verlauf des Albums immer seltener. Deshalb kann man IF HOPE DIES eigentlich nicht wirklich zum Metalcore zählen, rein musikalisch. Und das ist das, was interessiert.
Abzüge in der B-Note gibt es für die anfänglichen zwanghaften Downbeats trotzdem. Weitere Minuspunkte für die fehlende Eigenständigkeit.
Aber so schlimm wie es klingt, ist es tatsächlich gar nicht. Wer Schweden Tod mag und die fehlenden Akzente nichts ausmacht, der kann sich „Life in ruin“ getrost zulegen und wird seinen Spaß haben. IF HOPE DIES wird es nach dem Ende des Booms allerdings sehr schwer haben, zu überleben. Wat solls, gute Platte. (Bernie)

Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 36:43
Label: Metal Blade Records
Veröffentlichungstermin: 07.04.2006
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