Eternity Magazin
„All hail the new breed“ liest es sich im Promo Flyer als letzten, aussagekräftigen Satz. Wieder einmal eine Band, die natürlich gegenüber allen anderen bei weitem heraus sticht und etwas ganz ganz neues schafft, was noch nie zuvor jemals jemand gehört hat. Zumindest laut Plattenfirma. SHE SAID DESTROY hat tatsächlich noch nie jemand gehört, mit „Time likes vines“ knallen die Norweger uns nämlich ihr Debüt um die Ohren. A new breed also? Ein mächtiger Drum Sound leitet den ersten Song ein, „Armageddon, anyone?“ beginnt mit einer ordentlichen Death/Thrash Keule bis dann seltsame Noise rock Akkorde den eigentlichen Song beginnen. Aus einem vertrackten Rhythmus aus geht der Track in einen wilden Blast Beat Part über. Death Metal mit tief gestimmten Gitarren mutiert zu einem astreinen Thrash, Banger a la DEFLESHED. Die grindige Stimme von Sänger Anders passt hier wunderbar. Gegen Ende des Songs ein sich zäh wie Gummi ziehender Teil.

Verwirrt? Song Numero Due fängt gleich wieder mit den besagten Noise Rock/Core entlehnten Akkorden an. Dissonant und konfus. Übergehend in einen rhythmischen Midtempo Part, der wiederum in DREAM THEATER Frickelei endet. Doch nicht genug, denn ein Doomartiger Part mit Kreischgesang darf natürlich nicht fehlen.

Noch mehr verwirrt? „Time like vines“ ist zur Verwirrung konzipiert. Ähnlich wie die ersten beiden Songs geht es auf dem kompletten Album daher. Atmosphärische Parts, vermischt mit wildem Death/Thrash Metal, straighter Rhythmus mit Noise Rock Sickness.
SHE SAID DESTROY bieten hier eine sehr schwer verdauliche Kost dar, die am ehesten mit DILLINGER ESCAPE PLAN zu vergleichen ist, wenn auch nicht ganz so durchgeknallt und um einiges metallischer! Es gibt hier Ideen zu erkennen, aber Songstrukturen sind hier nicht so einfach zu finden. Struktur, mein Feind.
Klar, dass man hier keinen besonderen Wiedererkennungswert erwarten kann. Hier herrscht das technische Chaos. Von Zeit zu Zeit blitzt aber doch das ein oder andere Riff heraus, dass mehr als einmal zu hören ist oder sogar wiederholt wird. Die Fähigkeiten der Norweger liegen im oberen Bereich der Technik Skala und die Produktion mit ihren sehr fetten Gitarren kann sich sehen und hören lassen!
SHE SAID DESTROY werden ihren Weg in die Metal Dissen dieser Welt bei weitem verfehlen, dafür ist der Sound der Osloer viel zu anstrengend. Aber Freunde der grenzenlosen Metal Musik werden hier ihre Freude haben. Der Anteil derer, die aufgrund von Kopfschmerzen ausschalten müssen, wird allerdings wohl um einiges höher sein.
A new breed ist nicht unbedingt die richtige Bezeichnung. Sehr interessant, aber auf Dauer schwer verdaulich. (Bernie)

Bewertung: 7,0 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 45:17
Label: Candlelight Records
Veröffentlichungstermin: 10.04.2006
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