Eternity Magazin
Das Saarland wird in Sachen Heavy Metal leider immer noch hoffnungslos unterschätzt. Nach MESSENGER’s „Kill the DJ“ und ICON’s “Blindzone“ (Neckbreaker berichtete) treten nun HALF PAST DEAD ins Licht, um den Fans modernerer Klänge ordentlich eins vor den Latz zu knallen. Zu Beginn gibt’'s ohne viel Brimborium mit "Smash The Mirror" auch erstmal einen auf die Zwölf. Hier gibt's Death/Thrash Metal, die Gitarre läuft desöfteren doppelt in typischer Schweden-Manier und weiß mit einigen melodischen Leads besonders zu überzeugen ("Like A Slave")
Auch mit "Nme" und "Behind My Hands" wird ganz offensichtlich der schwedischen Melodieführung gehuldigt. Die meist schnellen Songs werden immer wieder von groovenden Parts aufgelockert, live werden die Songs mit Sicherheit für ordentlich Bewegung im Pit sorgen.
Den Gesang kann man durchaus als Hardcore bezeichnen, obwohl Sänger Thorsten May zwischenzeitlich zum echten Death Metal Growler mutiert. Beeindruckende Stimmweite, der Kerl. Nur die vereinzelten Sprechpassagen sind wohl nicht Jedermanns Geschmack, auch wenn sie den Gesang etwas variabler machen.
Die Musik an sich hat nicht viel mit Hardcore zu tun, viel eher wird hier wie schon erwähnt die moderne Schweden-Keule geschwungen. Drummer Fabian Hüther haut dem Hörer die Doublebass und die Blast Beats nur so um die Ohren und beweist nen mächtig flinken Fuß.
Die Saitenfraktion lässt soweit auch nichts anbrennen, die Songs sind eher rhythmus-orientiert, Solis sind kaum zu hören. Was dem Sound aber nur gut tut, denn Solis würden hier deplaziert wirken. Alleine der Gitarrensound hätte ein bisschen knackiger ausfallen können, die Saiten klingen doch manchmal etwas zu tief gestimmt.
Mit "Words Are Weapons" folgt der absolute Hit des Albums. Eingeleitet mit einem Staccato Thrashriff gibts hier noch mal besonders fein eins auf die Mütze. Hier kann der Kopf nicht stillhalten. "My Words Are Weapons I Murder You With..."
Zu "Covered With Dust“, dem leider letzten Song der Platte, gibt es auf dem Multimedia Part der CD noch ein Video, dass die Band bei den Aufnahmen zeigt. Was man eigentlich schon aus der Musik heraushört, kann man auf diesem Video deutlich sehen, nämlich dass HALF PAST DEAD einfach Spaß an ihrer Musik haben, genau so wie es sein soll.
Außerdem gibt es noch einen Link zur Website sowie zum sehr professionellen Merchandise und einige Live und Promo Bilder.

"All My Rage Will Rise Today" gibt's auf www.half-past-dead.com für nur fünf Euro. Spielzeit ist mit nur 24 Minuten leider etwas knapp und die Plattes somit eher eine EP. Schade eigentlich, denn was man hier hört lässt auf mehr hoffen und zeigt wieder einmal, was ein kleines Bundesland alles zu bieten hat.
Produziert wurde in Eigenregie und das Ergebnis kann sich durchaus hören lassen. Die CD kommt übrigens im sehr geilen, professionellen Design und sollte durchaus mal ein Auge und ein Ohr wert sein. Hörts euch an, es lohnt sich. (Bernie)

Bewertung: 8,0 / 10

Anzahl der Songs: 6
Spielzeit: 24:03 min
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichungstermin: bereits erschienen
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