Mit „Dismantling devotion“ kehren DAYLIGHT DIES wieder zurück in die Aufmerksamkeit der Szene. Vier Jahre hat es gedauert, bis das nunmehr zweite Album der Bandgeschichte veröffentlicht wird. Unterdessen war man mit LACUNA COIL und KATATONIA auf Tour. Der Sound der Mannen aus North Carolina/USA ist recht schwer zu beschreiben. Es handelt sich hier wohl am ehesten um einen Mix aus den langsamen Passagen von OPETH und den metallischeren Songs von KATATONIA.
Der Sänger ist stimmlich ähnlich angelegt wie Mikael Akerfeld, es regieren aber eher die Death Metal Vocals. Cleane Passagen runden die langsameren der langsamen Passagen gekonnt ab. An dem Gesang lässt sich ganz und gar nichts aussetzen.
Die Instrumentierung herrscht hier allerdings extremst vor und nimmt den Grossteil des Albums in Beschlag. Von der Produktion her ist „Dismantling devotion“ absolut hochwertig, der Gesamtsound kann ohne weiteres als sehr gelungen bezeichnet werden.

Viel Gerede um den heißen Brei herum. Was machen DAYLIGHT DIES nun genau für Musik und sind sie gut oder lohnt es sich nicht, sie an zu testen?
Es lohnt sich durchaus, die Band an zu testen, wenn man auf obig genannte Bands steht, die eher sehr auf Atmosphäre angelegte, ruhige, melodische Songs stehen. Dann könnte „Dismantling devotion“ eine wahre Offenbarung sein.
Der Durchschnitts Metaller, der einen gewissen Grad an Härte und Wieder Erkennungswert in der Musik braucht, wird hiermit gar nichts anfangen können, das ist sicher.
Die Songs sind allesamt gut umgesetzt und erfüllen durchaus ihren Zweck, eine melancholische, düstere, dunkle Atmosphäre zu kreieren. Die Musik ist sehr emotional und wird ihre Anhänger begeistern.
Einzelne Songs können hier nicht heraus genommen werden, da sich die recht langen Lieder durchweg eigentlich in gleicher Geschwindigkeit zwischen langsam und Mitte einpegeln und keinen großen Wieder Erkennungswert aufweisen.
Eine Bewertung fällt hier dementsprechend schwer, weil DAYLIGHT DIES die Massen in zwei Lager spalten werden, Pro und Contra. Dazwischen wird nicht viel passieren.
Fakt ist aber, dass der Sound sehr gut umgesetzt ist und viel Gefühl und Melancholie transportiert wird. Mancher wird das einfach nur als die pure Langeweile bezeichnen.
Die Geschmäcker sind verschieden. (Bernie)

Bewertung: 7,0 / 10

Anzahl der Songs: 8
Spielzeit: 53:07 min
Label: Candellight Records
Veröffentlichungsdatum: 13.03.2006
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