Eternity Magazin
Bei dem Namen HELLSAW könnte man sich eine Achtziger Thrash Metal Truppe vorstellen, in engen Jeans und bepackt mit Nieten. Allerdings handelt es sich hier um ein Zwei – Mann Projekt ganz im Stile des wahren Black Metals. Gründer Aries (Gitarre, Bass, Gesang) und Svart (Schlagzeug) zählten noch vor kurzem zu SANGUIS, die wohl nur Kennern der Szene bekannt sein dürften. Mehr wollen die Österreicher wohl auch nicht, diese Musik ist zugeschnitten auf eine spezielle Gruppe von Musikfreunden. Der Sound der Schwarzmetaller klingt ganz dem Genre gemäß auf weiter Strecke roh und etwas rumpelig. Der Gesang ist mit viel zu viel Hall hinterlegt und die Gitarre klingt recht höhenlastig.
Positiv zu vermerken ist auf jeden Fall, dass die einzelnen Instrumente, sogar der Bass, äußerst differenziert zu hören sind. Die Bassdrum klingt sogar, als wäre sie getriggert. Der Sound an sich ist also für True Black Metal Verhältnisse durchaus anhörbar. "Spiritual Twilight" klingt nicht wie viele andere dieses Genres, als wäre sie im Wald bei 10 Grad Minus aufgenommen worden.
Lyrisch werden Themen aus den Bereichen Natur, Hass und Trauer behandelt.

Musikalisch kann man HELLSAW wenig ankreiden, außer dass manche der Riffs sehr bekannt klingen. Mit gekonnten Geschwindigkeitswechseln (fast jeder Song) und teilweise sehr eingängigen Melodien ("Endless") schaffen es die Österreicher aber, die Songs interessant zu halten. Bei Titeln wie "A Hungry Mortal Soul" oder "Hate – War – Victory“ möchte man durchaus auch mal das Haupt schwingen.
"Spiritual Twilight" beinhaltet übrigens neben dem eigentlichen, neuen Album auch das erste HELLSAW Werk "Sins Of Might", das 2003 erschien, was die CD auf beachtliche 63 Minuten Spielzeit puscht. Das frühere Schaffen der Ösis prescht um einiges direkter nach vorne los als die neuen Songs. Aber auf beiden "Teilen" der Platte gibt es massig Blastbeat, Groove und Kreisch – Vocals.
HELLSAW haben ein paar echt gute Songs auf diese CD gepresst, tight gespielt und vor allem mit viel Leidenschaft intoniert. Auch wenn die Musik an sich nicht wirklich einzigartig ist, Atmosphäre schafft sie allemal.

Die insgesamt 14 Lieder brauchen für den Metaller, der Produktionen von Peter Tägtgren oder Andy Sneap gewöhnt ist einige Durchläufe, um zu zünden. Sehr viele werden überhaupt keinen Gefallen an HELLSAW finden. Die Musik ist im Endeffekt geschrieben und aufgenommen für ein spezielles Publikum. Dieses wird voraussichtlich großen Gefallen an dem Black Metal from Austria haben. Für euch heißt es: Zugreifen!
Besagte größere Gruppe von Metall - Freunden kann HELLSAW eigentlich mit gutem Gewissen umgehen.
Obwohl es natürlich nicht schaden kann, einmal rein zu schnuppern. (Bernie)

Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 14
Spielzeit: 63.12
Label: Black Attakk
Veröffentlichungstermin: 25.11.2005
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