Eternity Magazin
Mit „No longer buried“ legen die Schweden von TRENDKILL ihr Debütwerk vor. Schon das erste Demo der Combo bekam dem Presseinfo zu Folge sehr gute Kritiken und wurde vom schwedischen CloseUp Magazin zum besten Demo erwählt. Dann kann man ja sicher mit großen Erwartungen an das erste Release der Truppe heran gehen?! Dummerweise werden TRENDKILL ihren Vorschusslorbeeren nicht wirklich gerecht.
Positiv zu verzeichnen ist vorerst mal die fette Produktion, die soweit eigentlich keine Wünsche offen lässt. Die Musik knallt vernünftig und bewegt sich im Bereich des modernen Thrash. Insgesamt geht „No longer buried“ musikalisch etwa in die Richtung Groove – Thrash – Mosh Metal nach Bands wie EKTOMORF. Zu den Ukrainern gibt es auch einen personellen Link, denn Trenkill Gitarrist Andre Gonzales und Sänger Adrain Westin stehen auch in den Rängen der Truppe „By Night“, die erst vor kurzem mit EKTOMORF auf Tour waren.
Die benannten „Vorbilder“ MACHINE HEAD, SEPULTURA oder PANTERA allerdings können die schwedischen Jungspunde ganz und gar nicht erreichen, denn schon während des ersten Songs „Judge me now“ wird das Problem der Band, bzw dieses Albums mehr als deutlich. Der Gesang von Schreihals Westin ist so eintönig, dass man geneigt ist, schon nach der ersten Minute weiter zu drücken. Eine Hilfe wäre dies allerdings nicht, denn der Gesang bleibt auf exakt dem gleichen Level und im gleichen Tonfall wie er begann.

Warum werden immer wieder Bands auf den völlig überfüllten Markt geworfen, bei denen die Vocals so sehr zu wünschen übrig lassen? TRENDKILL schwimmen aufgrund dieser Eintönigkeit ganz tief im Sumpf des nichts sagenden Metalcore wie schon so viele Bands vor ihnen.

Gerade hier ist es besonders schade, denn wenn auch nichts wirklich Neues geboten wird, regiert hier trotzdem ein ordentliches Brett. Mit Melodien halten sich die selbst betitelten Trend Killer tunlichst zurück, fahren dafür aber ein schönes Arsenal an groovenden und zum Bangen anregenden Riffs auf, wie beim etwas schnelleren „Walking dead“ oder „Nothing für granted“. Zwischendurch hört man gar kleinere Death Metal Anleihen heraus und hier und da mal ein Blast Beat.
Nein, TRENDKILL hören sich nicht an, wie die meisten schwedisch melodiös beeinflussten US – Bands. Seltsam, dass gerade die Schweden nicht viel mit dem landesureigenen Metal am Hut haben. Diese musikalische Abgrenzung ist auch eine Art Rettung für die Band, denn die Breitseite, die sie durchaus zu verteilen vermögen, ist das, wenn auch schwächere, Gegengewicht zum furchtbaren Gesang.

Es ist nämlich genau dieser, der die Bewertung von „No longer buried“ herunter drückt. Die Musik an sich lässt sich wie gesagt durchaus hören. Mit einem Sängerwechsel stände die Band bestimmt vor ganz anderen Möglichkeiten.
Der Name „Trendkill“ klingt hier etwas suspekt, denn trotz Abgrenzung schwimmen die Schweden genau auf der immer noch boomenden Metalcore Trendwelle mit. Wer sich an eintönigem Hardcore Geschrei nicht stört, der kann gerne ein Ohr riskieren. Denjenigen, die so langsam die Nase voll haben davon sei hier abgeraten.

(Bernie)

Bewertung: 6,5 / 10

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 36:53 min
Label: Regain Records
Veröffentlichungstermin: 21.11.2005
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