ArcticWinter_UchAlder160pxARCTIC WINTER sind seit 1989 aktiv, und je nachdem, welche Musiker man fragt, bekommt man fast immer die gleiche Antwort: ARCTIC WINTER? Klar kenn' ich die, mit denen haben wir auch mal zusammen gespielt. Gute Jungs! Was, die haben eine Platte gemacht?

So ist das im Underground eben, jeder wurschtelt vor sich hin, reift zum Meister und wartet darauf, dass eben jene Meisterhaftigkeit entdeckt und bewundert wird. Viele haben die Hoffnung schon längst aufgegeben und sich anderen Bereichen im Leben gewidmet.

Heavy Metal ist eine Spielart der Musik, bei der ein hohes Maß an Selbstsicherheit und spielerischem Können einem jedem Musiker abverlangt werden. Hier gibt es üblicherweise keine Produzenten oder Ghostwriter. Hier wird alles selbst gemacht, es ist ein Handwerk! Wenn ich schon Handwerk sage, dann gibt es Lehrlinge, Gesellen und auch Meister. Lehrlinge gibt es mehr oder weniger viele, ein paar mehr Gesellen, die es auf die Bühne und zu etwas Bekanntheit geschafft haben. Es gibt jedoch nur wenige wahre Meister. Was braucht es, um ein meisterhaftes Album abzuliefern? Nun, entweder macht man alles selbst und hofft, dass die Welt seinen Genius erkennt, oder man tingelt jahrelang durch Clubs und übt fleißig als Gruppe von drei bis fünf Mann im Proberaum, jedoch kommt man auf diese Weise selten zu einem Ergebnis. Es bedarf außenstehender Experten, die das Geschaffene begutachten und bewerten. Die Experten sind oft Fans und auch beinharte Musikfreaks, die den ganzen Tag nichts anderes machen außer Musik zu sezieren und dieser Opfer zu bringen.
ARCTIC WINTER wurden, nach den vielen wilden Jahren seit der Gründung in den späten Neunzigern, erstmal auf Eis gelegt. Nach Berichten von Sänger Mic traf dieser zufällig im Jahr 2007 den Bassisten Uwe, beide sind Urmitglieder der Band, auf einem Parkplatz. Schnell kamen die beiden auf das Thema ARCTIC WINTER zu sprechen und beschlossen, die Band aus ihrem „eisigen Grab" zu befreien. Es wurden gleich darauf Mitstreiter gesucht, ein Proberaum war dank Mic's Band SCREAMING SILENCE vorhanden.
In den ersten Monaten gab es einige Besetzungswechsel an Drums und Gitarre, Maddin kam Anfang 2008 und Ausnahme-Drummer Siggi Anfang 2010. Gitarrist John Dee war schon seit Beginn (September 2007) dabei, denn Mic kannte ihn aus der gemeinsamen Band AGE OF DISTRUST, und John Dee war schon früher ein Fan von ARCTIC WINTER. Im Jahr 2008 absolvierte die Band ihren ersten Live Auftritt seit über 10 Jahren, schrieb neue Songs („Avalanche" und „War of Wrath") und ging ins Studio, um wieder ein Demo aufzunehmen. Das Demo „How To Use An Open Fire" hatte ich damals bei myspace gehört. Es beinhaltete aber nur „Avalanche" als neuen Song. „ Reality TV" und „No Time To Die" stammen beide aus den Anfangsjahren um das Jahr 1992. Der klassische Heavy Metal mit gelegentlichen Ausflügen in Thrash- und Death-Metal war als Stilmix damals schon erkennbar, wenn auch nicht ausgereift.
Der Fünfer, bestehend aus Leadsänger, zwei Gitarristen, Bassist und Drummer, streut live auch gerne Coversongs von IRON MAIDEN, MOTÖRHEAD oder IN FLAMES ein. Die Band betont gerne, dass die Priorität nicht auf der Selbstdarstellung liegt, sondern auf dem Unterhaltungsfaktor für das „metallische" Publikum. Die Texte haben keine tiefere Bedeutung und sollen keine Botschaft vermitteln, außer dem Spaß am Metal und der dazugehörenden Lebenseinstellung.

2012 beschloss man dann, die besten Songs der alten Zeit mit den neu komponierten auf ein Album zu packen und macht sich auf den Weg ins Studio. Mic hat in der Zwischenzeit mächtige Fortschritte mit Hilfe von Gesangstunden erzielt."Uch Alder" ist also quasi eine lose Zusammenstellung der Songs bzw. ein Best-of der letzten 24 Jahre im neuen Soundgewand! Ein Geschenk an sich selbst und an die Fans, die ab jetzt die Lieder, die es sonst nur live zu hören gab, in guter Qualität auch zuhause hören können.Der schräge Albumtitel entstammt der Legende nach einem seltsamen Filmchen, der als Ausruf dort häufigen Gebrauch fand. Während man das Album hört, wechseln sich mehr oder weniger alte und neue Songs ab, wobei die letzten drei Songs auch schon auf der EP "How To Use An Open Fire" waren und zum Glück neu eingespielt wurden.
Ich will hier jetzt auch nicht jeden einzelnen Song herauspicken und sezieren, sondern die meiner Meinung nach interessantesten hervorheben.
Mit "Defcon 5" startet das Album rasant, und man befindet sich tatsächlich auch sofort in Alarmbereitschaft. Unglaublich, was man an Spannung in 4:46 min reinpacken kann! Die Effekte sind präzise platziert und bereichern das Lied ungemein. „Struggle To Live" ist guter Heavy Metal mit einem tollen Refrain, der direkt im Ohr hängenbleibt. Natürlich hat sich die Band auch eine leckere Hymne geschrieben. Wer bei „Winterstorm" nicht sofort mitsingt, ist hier eh falsch.
„Infrared Dreaming" ist ein Song der Sorte Midtempo-Rocker. Ziehen einen schon die zahlreichen und schön herausgearbeiteten Riffs in den Bann, so wird man in der Bridge hellhörig. Hier veredelt die Sängerin Rubina Amaranth von NEMESIS im Duett mit Sänger Mic den Song und hebt diesen so auf ein höheres Niveau. Ich freue mich nach jedem Hördurchgang auf diese Stelle, weil es einfach herzergreifend erfrischend und eine Schattierung im Songwriting ist, die man bei aktuellen Bands eher weniger bis gar nicht findet.
Der Rabe, der bei „Dark Side Of The World" wegfliegt, ist die Überraschung schlechthin, bei der meine Papageien sich jedesmal ducken und zur Flucht bereit machen. Ansonsten besticht der Song durch harte schnelle Passagen, die sich mit melodischen Soli abwechseln. Auch hier präsentiert Mic abermals sein Gesangsspektrum, das vom Growling bis hin zu melodischem Klargesang reicht.

Heavy Metal wurde nicht zum Nebenbeihören geschaffen, und deshalb findet man so wenig in den Massenmedien davon wieder. Da liegt es doch nahe, wenn man eben diese dafür kritisiert. Ich habe beim Anhören des kompletten Albums konstant das Gefühl, ich würde mich durch meine eigene musikalische Entwicklung hören. Vom Anfang der 80er bis zur Neuzeit. Ich vermute, dass dies auch der Nebeneffekt der großartigen Produktion von Phil Hillen ist.
ARCTIC WINTER vereinen auf ihrem Album alles, was einem im Heavy Metal der letzten 30 Jahre lieb und teuer geworden ist. "Uch Alder" - der Spruch ist Programm!

Dieses Album gehört in die Sammlung eines jeden Metal-Fans, weltweit! Jungs, seid ihr bereit für eine Welttournee? (Andreas)


Bewertung: 8,5 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 68:21 min
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichungstermin:05.04.2013

Kontakt zur Band: www.arcticwinter.de

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