Surtr_160Tja, wer hätte das gedacht? Da wird man im lokalen Forum auf eine frische Doom-Formation aus Frankreich aufmerksam gemacht, deren erste Schritte zwar nicht ganz ausgereift sind, aber dennoch in eine recht eindeutige Richtung gehen. Nach einer kurzen Kontaktaufnahme kommt auch schon direkt ein gemeinsamer Gig heraus, danach wird man noch ins heimische Land eingeladen, um den CD-Release mitzufeiern. Und schon zwei Jahre später entert die Band ein amtliches Studio, um die erste Platte unter Vertrag aufzuzeichnen.
„Pulvis Et Umbra" heißt soviel wie Staub und Schatten und hat, wie Cover und Konzept der Platte einen klar christliches Thema als Ursprung. Viele Doombands bedienen sich religiöser Themen und bauen darauf ihre Musik auf, wenn auch nicht immer im positiven Sinne.

Der Feuerriese der nordischen Mythologie oder auch einfach „Der Schwarze" nannte sich Surtr und gibt dieser Band ihren Namen. Hier ist also nicht alles christlich gehalten, sondern allgemein mystisch und religiös weit gefächert gehalten.

Aber nun zum wesentlichen Punkt des Albums: Die Musik. So, und nun stehe ich etwas befangen dar. Grundsätzlich gibt es an der Platte nicht viel auszusetzen. Wenn man auf traditionellen Metal steht und Scheiben von CANDLEMASS, REVELATION oder THE OBSESSED im Regal stehen hat, kann man auch bei SURTR nur eine Empfehlung aussprechen. Ich tue mir allerdings schwer mit dieser Art von Mucke allgemein, und auch insbesondere der auf „Pulvis Et Umbra". Die Produktion ist auf jeden Fall sehr gelungen und passt wie das Hinterteil auf das Gefäß. Was mich allerdings schon immer gestört hat, war der Gesang, nicht nur weil er nicht mein Fall ist, sondern auch, dass Gitarrist und Sänger Jeff einfach nicht das herausragende Organ dafür hat, wie z.B. ein Messiah Marcolin oder auch ein Scott „Wino" Weinrich. Damit haben viele Doombands zu kämpfen, denn meines Erachtens scheiden sich dort die Geister. Auch wenn Jeff über klaren Gesang bis hin zu Growls und Geschrei darbietet, so ist mir seine Stimme einfach zu austauschbar. Die Musik hat zudem manche übergangslose Sprünge, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Da werden gerne mal rockige Elemente angeheftet, die dem Ganzen zwar Auflockerung verschaffen, aber manchmal nur drangeklatscht wirken.
Ebenso bedient sich der Band Instrumenten wie Orgelklängen oder sakralen sirenenartigen Frauengesängen, die wohl in dieser Form live zu vermissen sind.

„Pulvis Et Umbra" ist dennoch ein gelungener Erstling geworden, und im Vergleich zu den Anfangstagen hat SURTR einen enormen Schritt nach vorne gemacht. Da bleibt nur ein weiterer Erfolg zu wünschen, wenn auch diese Kritik nicht ganz so rosig ausfällt, aber über einen Mangel an überwältigenden Kritiken für ihr Debüt können sich die sympathischen Landesnachbarn bestimmt nicht beschweren. Bow to the heavy metal sword! (Jochen)


Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 7
Spielzeit: 41:50 min
Label: Altsphere Production
Veröffentlichungstermin: 15.03.2013

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