nonhumanlevel Christofer Malmström ist ein äußerst kreativer Kopf mit vielen Ideen. Zu viele für seine Hauptband DARKANE. Deshalb hat er den Entschluss gefasst, die Songs zu sammeln, die nicht so recht zu der schwedischen Thrash Truppe passen und ein Solo Project zu gründen. So entstand NON HUMAN LEVEL. Was darf man von der Solo Platte eines flinken Thrash - Gitarristen erwarten? Zu oft entpuppen sich Alleingänge von Flitzefingern als Frickelattacken und Verherrlichung der eigenen Künste.

Malmström allerdings hat keinen Bock auf besondere Frickelei oder Selbstbeweihräucherung. NON HUMAN LEVEL bietet schnellen, brutalen US geprägten Death Metal. Mit im Boot sitzen DARKANE Drummer Peter Wildoer am Gesang (sehr beachtlich, was der Drummer da zusammen schreit!) sowie Devin Townsend - Drummer und MESHUGGA - Bassist.

Schon der erste Song „Divine creation of void“, mit einem genialen Chorus, macht unmissverständlich klar, dass hier alle zarten Künstler Seelen und nach Eigenlob müffelnde Instrumentalisten fernbleiben sollten. Es wird teils schneller aber vor allem um einiges straighter geprügelt als bei DARKANE. Als Zwischenspiele innerhalb der Songs gibt es zur Auflockern der Knüppelei meist hoch melodische Solis zu bewundern und immer mal wieder wird die Geschwindigkeit variiert.
Zweiter und dritter Song schlagen in genau diese besagte Kerbe, bevor mit „The second plane“ ein fünfminütiges Instrumental den Gehörgang angenehm reizt. Der Gesang wird hier durch die Lead-Gitarre adäquat ersetzt und gegen Ende des Songs ist sogar ein wunderschönes klassisches Thema zu hören.
„Instincts“ prescht los, als gäbe es kein Morgen, wartet aber zur Mitte hin mit einem Solo Duell des Chefs mit DEMON Keyboarder Lale Larson auf. Nach dem nicht weniger schnellen „Journal of a nightmare“ folgt mit „Water“ der ruhigste Track der CD. Das Instrumental stammt schon aus dem Jahre 1994 und bietet dem Zuhörer eine angenehme Verschnaufpause durch eine entspannte Atmosphäre und lädt nach der ganzen Prügelei zum Zurücklehnen und Genießen ein.
Allerdings nur für drei Minuten. Mit „Unstrustable surface“ wird wieder die Hochgeschwindigkeits- Keule geschwungen, bevor „The genetic failure“ das Album noch einmal musikalisch zusammenfasst. Death Metal in Reinkultur, gespickt mit melodischen Leads und ruhigen Mittelpassagen.
Das dritte Instrumental „Freaking goose“, diesmal akustisch, beendet NON HUMAL LEVEL ruhig und kurz.

Was Mastermind Christofer hier als erste Solo Platte abgeliefert hat kann sich sehn lassen und ist eine sehr gelungene Abwechslung zu den Outputs anderer Künstler.
Erkennbar als Solo Projekt wird NHL eigentlich nur durch häufigen Solis und die drei Instrumental Stücke. Allerdings arten diese Merkmale nie aus, denn Malmström schafft es, alles zu einem großen Ganzen zusammen zu fügen.
Diese Platte macht deutlich, welches Talent in dem Schweden steckt. Die Gitarre steht selbstverständlich stets im Vordergrund; die CD wurde von Malmström eigenhändig produziert und von Wildoer im „Not Quite Studio“ abgemischt.

Neben dem gemeinen Death/Thrash Metaller dürfen sich auch gern Melodie Fanatiker diese Scheibe zu Gemüte führen, es wird für jeden etwas geboten.
Wenn ein zweites Release unter dem NHL Banner diesen Standard halten könnte, darf man hoffen, dass dies nicht eine einmalige Sache war.

(Bernie)

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 41:31 min
Label: Listenable Records
Veröffentlichungstermin: 24.10.2005
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