asphyx_deathhammerIm Jahr 2007 tauchten ASPHYX, DIE Death/Doom-Pioniere schlechthin wie aus dem Nichts wieder auf und legten einen atemberaubenden Gig auf dem Party.San-Festival hin. Dieser Auftritt schlug solche heftigen Wellen, dass sich die vier Holländer dazu entschlossen, ein Comeback-Album einzuhämmern. Und so erschien im Jahr 2009 mit "Death, The Brutal Way" ein fettes Stück Todesblei. Die Holländer meldeten sich eindrucksvoll zurück. Nach zahllosen erfolgreichen Live-Shows, diversen Festival-Gigs und der Live-DVD-Veröffentlichung "Live Death Doom" im Jahr 2010, gibt es jetzt endlich neues Futter für die nach Fäulnis und Dreck lechzenden Mäuler der Death Metal-Maniacs: ASPHYX schlagen nämlich mit dem "Deathhammer" zu!

Der Todeshammer wird auch direkt heftigst geschwungen...und zwar in Form vom Eröffnungsinferno "Into The Timewastes" und dem Titeltrack. Ersterer wartet mit einem mächtigen Moshpart in der Mitte auf. Der brutale Basssound kommt prächtig zur Geltung. Verhältnismäßig schnell fällt auch "Deathhammer" aus. Das Teil startet schon direkt mit ultrageilen Breaks und zeigt ganz klar, wo der Hammer hängt! Ich höre jetzt schon Fan-Chöre "Bow down to the deathhammer!" auf den folgenden Konzerten singen. Außerdem scheinen die letzten Worte von einem whiskeyliebenden Stiefelträger zu stammen, wenn mich mein Gehör nicht täuscht...

Richtig heavy und schleppend tönt dann "Minefield" aus den Boxen. Passend zum Namen zermalmt "Der Landser" jeden einzelnen Knochen im geschundenen Leib. Mit einer erhabenen, aber dennoch tristen Gitarrenmelodie verfeinert, zeichnet der Song eine Kriegsatmosphäre "authentisch" nach. "Reign Of The Brute" ist ein kurzer, flotter Reißer. Mit "We Doom You To Death" definieren die vier Niederländer ihr Genre gut und zeigen, dass sie die unangefochtenen Könige dessens sind. Martin van Drunen (HAIL OF BULLETS, ex-BOLT THROWER) weist mit seinen geisteskranken Growls immernoch so ziemlich jeden in seine Schranken! Sein ganz eigenes, unverwechselbares Organ erkennt man sofort. Den Abschluss der Scheibe bilden der Nackenbrecher "Vespa Crabro" und die zähflüssige Nummer "As The Magma Mammoth Rises". Letzterer wird mit einem typisch urigen Growl van Drunens eröffnet und fließt dann schön langsam gen Abgrund.

Die neue Platte bietet alles, was das Herz jedes Liebhabers des wahren Death Metals begehrt. Der Hohlmuskel gerät bei den fetten Riffs, den gewaltigen Growls, den pumpenden Bassläufen und dem mächtigen Drumming ordentlich ins pumpen. Der Sound fällt passend zu den Songs druckvoll, aber trotzdem angenehm kratzig-sägend aus. Auf "Deathhammer" gibt´s verschiedene Arten zu "leiden": entweder voll auf die Fresse, wahlweise kann man sich aber auch von einem Panzer überrollen lassen oder elendig in heißer Lava krepieren. Versteht mich nicht falsch, aber da macht sogar "Pain" Spaß, denn dieser Brocken Todesblei lässt einen so schnell nicht mehr los. Das was ASPHYX da abliefern soll Ihnen erst mal jemand nachmachen. Auch wenn 2012 noch jungfräulich ist, glaube ich nicht, dass dieses Jahr ein besseres Stück Todesmetall erscheint. (Kevin)


Bewertung: 9,5 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 47:35 min.
Label: Century Media
Veröffentlichungstermin: 24.02.2012

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