uriahheep_liveinarmeniaSeit URIAH HEEP wieder aktiver sind in den letzten Jahren steigern sie auch ihren Aussto├č an Live-Scheiben enorm. Als g├Ąbe es nicht genug davon hauten die Herren von der "Celebration"-Tour gleich drei offizielle Bootlegs heraus. Um den Overkill perfekt zu machen gibt es dann noch regul├Ąre Ver├Âffentlichungen, wie einen Mitschnitt vom SwedenRock-Gig vor zwei Jahren, damals noch mit dem "Wake The Sleeper"-Set. Neben weiteren Scheiben von der Greatest Hits-Rundreise rundet ein in Japan aufgezeichnetes Konzert mit dem kompletten "Demons And Wizards"-Album den Reigen ab.
Nun sind die Veteranen ja mit ihrem neuen, starken Dreher "Into The Wild" unterwegs und schon taucht mit "Live In Armenia" das n├Ąchste Konzertdokument auf. Alleine bei dem Ort der Aufnahme wird bei der nimmerm├╝den Truppe ihr Faible f├╝r exotische L├Ąnder deutlich, egal ob Ungarn, ├ľsterreich oder Armenien, URIAH HEEP kommen ├╝berall hin wenn es die Fans verlangen. Ob sie so viele Live-Scheiben brauchen steht auf einem anderen Blatt.

Hierbei handelt es sich allerdings auch um ein Dokument aus Zeiten von "Celebration", allerdings ├╝berraschenderweise mit vielen Tracks von "Wake The Sleeper". ├ťberraschend deswegen, weil man doch ziemliches Neuland betrat, schlie├člich ist Armenien nicht gerade die Hardrock-Hochburg, waren sie doch eines der wenigen L├Ąnder, die LORDI damals keine Punkte gaben. Da h├Ątte ich jetzt eher mit mehr Klassikern gerechnet, aber das zeugt auch davon wie sehr die Band hinter dem neuen Material steht. Denn auch wenn es nicht viele Fans zu geben scheint, diejenigen erschienen zahlreich im Sports&Concert-Center in Yerewan. Deren Reaktionen fielen auf altbekanntes heftiger aus als auf Neues, doch das ist ja ein gewohntes Bild.

├ťberhaupt ist die Stimmung von der Mannschaft um Stammproduzent Mike Paxman gut eingefangen worden. Kunstst├╝ck, zeigte sich die Menge doch dankbar URIAH HEEP endlich live in ihren Breiten zu sehen und die Euphorie ist greifbar. Dass es sich hierbei um eine Halle mit Trib├╝ne handelt erkennt man alleine an den Publikumsch├Âren, etwa bei "Stealin┬┤" auch ohne dass man es aus Bernie Shaws Ansagen heraus h├Âren kann.

Und auch der Band bereitete der Auftritt einen ungeheuren Spa├č, wie Shaw in seinen vielen Ansagen nicht m├╝de wird zu betonen. Nat├╝rlich darf auch das ber├╝hmte "If you can┬┤t come to HEEP, we come to you" nicht fehlen und das taten sie gerne. Sicher waren sie schon immer eine Truppe, bei welcher die Spielfreude nicht zu kurz kam, aber dieser Gig ist doch besonders, transportiert er eine ungeheure Energie. Der Frontmann legt noch eine Prise mehr Leidenschaft in seine Phrasierungen, feuert das Publikum unentwegt an.
Und auch die Band angetrieben vom neuen Mann an den Fellen Russell Gilbrook brennt ein wahres Feuerwerk ab. Das Einzige was vielleicht zu kurz kommt sind die Soloparts, die ausschweifenden Improvisationen wie man sie in den Siebzigern oft brachte. Nur die knackige Version von "Look At Yourself" wartet damit auf, doch mehr bringen die Herren heute ohnehin nicht mehr, sondern verlegen sich auf die Wirkung ihrer gro├čen Songs. Auch ohne derartige Spielereien ist die Leidenschaft immer noch in jeder Note sp├╝rbar und sp├Ątestens bei "July Morning" steigert es sich in einen Rausch.

Wie oben angesprochen verf├╝gt "Live In Armenia" ├╝ber einen sehr guten Sound, und der beschr├Ąnkt sich nicht nur auf die Publikumseinbindung. Selten hat man auf einer Live-Scheibe einen so plastischen und differenzierten Sound geh├Ârt. Jedes Instrument ist im perfekt ausgewogenen Klang gut auszumachen, hier l├Ąuft die Maschine mit der jahrzehntelangen Erfahrung wie geschmiert, da sitzt einfach alles. Dazu kommt ein druckvoller Mix wie man es von den letzten Studioplatten gewohnt ist, das macht einfach Spa├č beim Zuh├Âren.
Das absolute Highlight findet sich dann ganz am Ende der immer etwas vorhersehbaren Setlist. Klar m├╝ssen sie "Easy Livin┬┤", "Gypsy" und "Lady In Black" immer bringen, doch das tun sie mit Freude und nicht aus Pflichtbewusstsein. Ein Schmankerl versteckt sich aber immer in jedem Programm, umso sch├Âner wenn es aus der selten beachteten John Lawton-├ära stammt. Ich liebe die "Firefly" und w├╝rde auf einem Konzert so gerne etwas daraus h├Âren, Yerewan hatte das Gl├╝ck mit "Sympathy", phantastisch.

Auf die Frage, ob man die Scheibe braucht kann ich keine eindeutige Antwort geben. Wer schon einige zuhause hat sollte es sich aber angesichts der Qualit├Ąt hier zumindest ├╝berlegen, Sammler kommen eh nicht drum herum. F├╝r Neueinsteiger lohnt sich das hier auf alle F├Ąlle, k├Ânnen sie sich doch ein Bild von der Klasse ihrer Konzerte machen. Wenn ich ein Live-Album von URIAH HEEP empfehlen soll, f├Ąllt diese direkt hinter dem Klassiker "January 1973" und "Live in Moscow", bei der die Band in den Achtzigern um ihre letzte Chance spielte und gewann. Mich w├╝rde es mal f├╝r die Band freuen, wenn sie das alles auf den gro├čen Festivals wie dem Graspop oder Wacken unter Beweis stellen k├Ânnte. Vielleicht f├Ąllt den Machern mal der Dreher hier in die H├Ąnde, damit sie h├Âren k├Ânnen, dass sie die Meute immer noch rocken k├Ânnen wie im Sommer andere Veteranen wie FOREIGNER. (Pf├Ąlzer)


Bewertung: 9 / 10

Anzahl der Songs: 15
Spielzeit: 95:35 min
Label: Frontiers Records
Ver├Âffentlichungstermin: 23.09.2011

Submit to FacebookSubmit to Google BookmarksSubmit to Twitter
Anmelden

Neckbreaker pr├Ąsentiert

Letzte Galerien

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Blind Guardian

Operation Mindcrime

Operation Mindcrime

Operation Mindcrime

Operation Mindcrime

Operation Mindcrime

Operation Mindcrime

Operation Mindcrime

Operation Mindcrime

Operation Mindcrime

Operation Mindcrime

Operation Mindcrime

D-A-D

D-A-D

D-A-D

D-A-D

D-A-D

D-A-D

D-A-D

D-A-D

D-A-D

D-A-D

D-A-D

D-A-D

Rage

Rage

Rage

Rage

Rage

Rage

Rage

Rage

Rage

Rage

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015