Eternity Magazin
dregeek_missgraveyard

drgeek_wolfmanOhje, Horrorpunk... wen kennt man da als Metaller... die MISFITS, ja, MISFITS, genau, das sind doch die, die von METALLICA gecovert wurden, ne? MISFITS, richtig, die kenn ich. Ha! Siehste mal... die MISFITS. So klingt Horrorpunk, genau... wen gibt’s da noch? …

hm...

wurden die MISFITS schon genannt? Ja? hm... dann weiß ich auch nicht...

So wird es nicht wenigen gehen, wenn sie die Bezeichnung „Horrorpunk“ hören. Willkommen zu einem Streifzug durch das sträflich unterbewertetste Genre der Rockmusik!

Entgegen der vielleicht geweckten Erwartungen folgt jetzt keine sozialwissenschaftliche Abhandlung über die Rockgeschichte, sorry! Aber der Teaser klingt doch lustig oder? Hat doch Spaß gemacht, oder? Einfach, aber zu einem Lächeln bewegt, richtig?
Und BÄÄMM haben wir schon den Knackpunkt eines ganzen Genres erfasst, in ein paar Zeilen! Is das was?

So, nun aber genug des Spaßes. Oder doch nicht? Denn Gegenstand dieses Reviews sind die gesammelten Werke einer Band namens DR. GEEK AND THE FREAKSHOW und der Name lässt schon erahnen, dass es alles andere als vorbei ist mit dem Spaß ;-)Und damit teilt das saarländische Dreigestirn auch gleich die Mission mit so gut wie allen anderen Horrorpunk-Bands: Spaß haben - Spaß verbreiten!

Lange Rede, kurzer Sinn: Horrorpunk ist sträflich unterbewertet, wird von den meisten hoffnungslos unterschätzt und von vielen abfällig missachtet. Selbstverständlich völlig zu Unrecht! Alle überfiesen, bösen Metaller sollten mal den Finger aus dem Po nehmen, dran riechen und sich eine Horrorpunk-Scheibe einlegen. Warum? Weil's einfach Spaß macht!

Und damit wären wir auch wieder bei DR. GEEK AND THE FREAKSHOW. Frisch in der Szene hat das Terror-Trio bereits 2010 eine EP namens „Miss Graveyard 1878“ und 2011 ein Album namens „The Wolfman... And Other Stories From The Lab“ auf eigene Faust veröffentlicht. Die eigene Faust sollte aber bitte schnellstmöglich nur noch zum in die Höhe strecken benutzt werden, denn wenn keiner der einschlägigen Labels diese Band haben will, dann ist die Welt endgültig verrückt geworden. DR. GEEK AND THE FREAKSHOW reihen sich nahtlos neben THE OTHER, BLITZKID, CRIMSON GHOSTS und Konsorten ein und lehren den Alteingesessenen ganz schön das Fürchten!

Die Debüt EP hatte mit dem Titeltrack und „The Hunger“ bereits zwei heftige Hits zu bieten und was nun mit der ersten Langrille im Player explodiert, kann nur als beeindruckend bezeichnet werden. Die noch etwas zurückhaltende Schüchternheit von „Miss Graveyard 1878“ ist einem Selbstbewusstsein und einer Hitsicherheit gewichen, die sich sehen lassen kann. Gleich der ultrakurze Opener „Back from the dead“ lässt weder Fuß noch Kopf still stehen und wird jeden, ich wiederhole JEHEHEHEDEN Horrorpunk bis in sein schwarzes Innere, das eigentlich aus Zuckerwatte besteht, aufs tiefste begeistern.

So viel Spaß gibt’s im Metal nicht, meine Freunde, das kann ich euch sagen! Dabei handelt es sich hier um nichts anderes als drei saarländische Metalheads, die auch ma Fünf grade sein lassen können und dabei ein Talent entdeckt haben, dass hoffentlich noch viel viel weiter ausgebaut wird! „Putting back the fun in funeral“ ist der Leitspruch der Freakshow und sagt alles, was man wissen muss.

Vergleicht man „The Wolfman... And Other Stories From The Lab“ mit der neuen, belanglosen BLITZKID Pop-Scheibe, dann kann einem schon mal Angst und Bange werden, dass eine junge, frische Gruppe den alten Recken so heftig den Arsch versohlt. Hit an Hit, keinerlei Ausfälle und ein Sound, den die ganzen Punks out there aufhorchen lassen sollte! Saarlands Finest Phil Hillen hat in seinen Su2-Studios mal wieder was richtig schönes gezaubert!!

DR. GEEK AND THE FREAKSHOW rocken ihre Konkurrenz in Grund und Boden und damit sind sie stilistisch auch breit genug gefächert, um für den ein oder anderen Metaller von Interesse zu sein!
Ist das Metal? Nö!
Macht das was? Nö!
„Vampires (The Truth)“, „Wolfman“ oder „Punks undead“ sind Herzwärmer, Beinkitzler und Freudenbringer. Leute, öffnet euch ein wenig, gebt dem Horrorpunk eine Chance, ihr werdet es nicht bereuen, es sei denn ihr steht nicht auf Frohsinn, soll's auch geben...

DR. GEEK AND THE FREAKSHOW sind der perfekte Einstieg!
„Putting back the fun in funeral“?
„Putting back the fun in MUSIC“!!
(Bernie)

 

Bewertung: 9 / 10

Anzahl Songs: 8/10
Spielzeit: 24:09/30:02 min.
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichungstermin: 2010/2011

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