| Evocation - Apocalyptic |
|
Klarer Fall, das Comeback-Album „Tales From The Tomb" von 2007 kann nicht getoppt werden, aber SLAYER haben auch nie wieder „Reign In Blood" getoppt und trotzdem mit „South Of Heaven" und „Seasons In The Abyss" unnachahmliche Hits veröffentlicht. Also keine Bange, lieber Bangen! Schlauerweise bleibt es nicht bei der hohen Geschwindigkeit, EVOCATION sind ja alte Hasen und wissen somit auch, was zu tun ist, um die Hörer bei der Stange zu halten. Das groovig drückende „Infamy" leistet eine angenehme Abwechslung zu den zwei flotten Vorgängern. Spätestens hier wird klar, dass man Old School Death Metal auch durchaus mit einem differenzierten, klaren und fetten Sound fahren kann. Viel zu viele Kapellen vergessen, welches Jahr auf dem Kalender steht und versuchen auf Teufel komm raus den Spirit der Gründerzeit aufleben zu lassen, was selbstverständlich nicht funktioniert! Denn damals hatte dieser Sound etwas ganz Neues und Frisches. Und was man nie vergessen sollte: der rohe, kratzige und wummernde Sound war nichts als Zufall, weil damals niemand die finanziellen und technischen Mittel hatte, mehr aus den Songs rauszuholen. Heute sieht das anders aus, heute weiß man, was ein solche Stil brauch, um richtig zu wirken, heute hat man die Möglichkeiten und EVOCATION nehmen sie wahr! Resultat ist, dass die Platte rockt und knallt ohne gekünstelt und gebügelt zu klingen. So kann's sein, wenn man sich ein wenig mehr anstrengt!! Durch das komplette Album hinweg findet man keinen Ausfall, „Apocalyptic" kommt so nah an das EVOCATION-Debüt ran, wie man es nicht zu hoffen gewagt hat. Es groovt wie die Hölle („Reunion in war") und haut komplett auf die Zwölf („Parasites") zugleich und das mit durchgehend hoher Qualität. Auch Sänger Thomas Josefsson gibt sich die beste Mühe, so krank wie möglich zu klingen.
Bewertung: 8 / 10 Anzahl der Songs: 10 |