hellborn - darkness„Darkness“ erschien bereits 2008 und wurde jetzt mit Live-Tracks auf 15 Songs aufgeplustert nochmal veröffentlicht. HELL-BORN kommen aus Polen und damit wäre doch eigentlich bereits alles gesagt oder nicht? Nix da! HELL-BORN klingen nämlich alles andere als polnisch...

Huch, das fängt aber mal schwer Deathcorerig an, da fühlt man sich gleich an Bands wie NEAERA erinnert. Leadmelodien mit der Rhythmusgitarre umgesetzt, unterstützt durch massive Doublebass-Teppische und tiefer Gesang. Bollern tut's, das kann man nicht verleugnen. Allerdings haben HELL-BORN ansonsten nichts mit Metalcore zu tun, sondern bedienen sich einfach im gleichen Topf wie Bands des „neuen" Genres, nämlich am schwedischen Death Metal.

Völlig untypisch für ihr Land schöpfen die Polen aber auch mit großen Kellen aus dem Sumpf des US-Death Metals und reihen sich damit an europäische Bands wie AEON. Der Opener „Refuse to serve" erinnert auch irgendwie an die besagten Ami-begeisterten Schweden, schlagen sie doch in die gleiche lyrische Kerbe und „begeistern" mit solchen kongenialen Phrasen wie „I refuse to serve the cross – Fuck you I refuse to serve"...
Herrlich, welch lyrische Gratitüde... Nun gut, anti-religiöse Inhalte gehören im Prinzip ja zum guten Ton, daran ist auch nichts auszusetzen. Man könnte sich nur vielleicht ein wenig mehr Mühe bei der Ausgestaltung geben, wenn man bedenkt, wie viele Bands exakt die gleichen Inhalte kredenzen. Geschmackssache.

Geschmackssache ist auch Death Metal generell, wem's allerdings schmeckt, der wird auch vielleicht Gefallen an HELL-BORN bekommen, denn musikalisch gibt's hier wenig auszusetzen. Die insgesamt 15 Songs des Re-Release bollern ordentlich aus den Boxen, grooven schwer in der Magengegend und können sich mit dem Gros der Szene messen. Allerdings nur mit dem Gros, denn an die paar an die Spitze kommen die Polen nicht heran. Dafür fehlt ihnen die Zutat X, die sie von anderen absetzt. So bleibt „Darkness" ein normales, gutes Death Metal Album, das aber keine Akzente setzen kann, sondern einfach nur Rübe kreisen lässt. Death Metaller aller Klassen können gerne mal antesten, was da nochmal in die Regale gewandert ist. Nicht schlecht, aber davon gibt es da draußen mehr als genug. (Bernie)

 

Bewertung: 6,5 / 10

Anzahl der Songs: 15
Spielzeit: 74:25 min
Label: Witching Hour Productions
Veröffentlichungsdatum: 07.05.2010

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