| Reckless Love - Reckless Love |
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Der Vergleich mit MOTLEY CRUE passt wie die Faust aufs Auge, Der Opener „Feel The Heat“ beginnt mit Polizei-Sirenen und einem feschen „Wouuuuu“ des Sängers. Soweit so gut, der Track funktioniert mit seinem schlichten, eingängigen Refrain und Rhythmus durchaus als Hit. Guter Anfang. Was RECKLESS LOVE allerdings im Gegensatz zu MOTLEY CRUE völlig abgeht, ist das Fiese, die „Fuck Off“ - Attitüde, die die Band in den 80ern zu einem Millionenseller gemacht hat. Die Finnen versuchen zwar ihr Bestes, so tough und assi zu wirken wie Nikki Sixx und seine Kampftruppe, würden aber wohl schreiend und weinend reiß aus nehmen, wenn sie mit den täglichen Exzessen der Kultband konfrontiert werden würde (selbstverständlich sind auch diese wilden Jungs heute auf den Teppich zurück gekommen, bevor sie sich gänzlich zu Grunde richten konnten. Allerdings zählt hier natürlich ausnahmslos der Vergleich mit den Großtaten der 80er Jahre). Eins ist kristallklar: wer mit Glam Rock nichts anfangen kann, der kann das Lesen direkt beenden, wenn nicht bereits geschehen. Denn in der Hinsicht hält der Look der Finnen alles, was er verspricht: Sleazy, manchmal cheesy Glam Rock, wie er in den 80ern Millionen von Frauen in den Wahnsinn getrieben hat (und zwar nicht, weil die Jungs den Mädels das Schminkzeug im Supermarkt vor der Nase wegschnappten...). Wer sich also gerne mal ein bisschen Farbe ins Gesicht pfeffert und bei alten POISON-Schmonzen durch die Bude hüpft, der wird bei RECKLESS LOVE seine Freude haben, die Finnen sind in ihrem cheesigen Bereich richtig gut! (Bernie)
Anzahl der Songs: 11 |