witchery_witchkrieg.jpgGefühlte Jahrzehnte hat es gedauert und ENDLICH ist es soweit: EIN NEUES WITCHERY ALBUUUUUM!!! YES! Aber was müssen meine entzündeten Augen sehen, auf „Witchkrieg“ gibt es massive Veränderungen zum Vorgänger: Sänger Toxin ist nicht mehr mit von der Partie... dunkle Wolken ziehen über der Veröffentlichung von „Witchkrieg“ auf, hatte der Mann mit der unnachahmlichen Krächzstimme doch nicht wenig Anteil an dem Gesamtbild der Band.

Der Tiefschlag wird glücklicherweise gleich ein wenig abgedämpft, wenn man liest, wer sich statt des Hexers ans Mikro gewagt hat: niemand geringeres als Ex-MARDUK Röhre Legion stellt seine Stimmbänder von nun an der Band zu Verfügung. Zumindest in Sachen Sickness sollte dies ein sinnvoller Ersatz sein. Aber nicht nur der Mann am Mikro sorgt für einen alternierten Sound für die Kultband. Generell klingt alles etwas moderner, woran Knöpfchendreher Tue Madsen sicherlich nicht wenig „Schuld“ hat.
Doch wirken sich diese beiden, sagen wir mal, Neuerungen tatsächlich negativ auf WITCHERY aus? Beim ersten Durchlauf könnte man fast hin und hergerissen sein zwischen der wieder gefundenen Härte und Geschwindigkeit und Frische und dem neuen Gesang/moderneren Sound.

Aber mal ganz ehrlich: scheiß drauf! Bereits der zweite Durchlauf macht klipp und klar, dass WITCHERY endlich wieder zurück sind und das mit einem Donnerschlag sondersgleichen! Die Zeiten ändern sich und entweder man geht mit oder man lässt sich gleich eingraben mit einem Kassettenrekorder und einem BATHORY Demo...
Fakt ist, dass WITCHERY nach ihrem zweiten, großartigen und wegweisendem Album „Dead, hot and ready“ nie wieder so brutal, frisch und kompromisslos geklungen haben wie heute! Auch wenn die Songs weitaus durchdachter klingen als noch bei den zwei ersten Scheiben, „Witchkrieg“, „Wearer of Wolf's Skin“ und allen voran „The Reaver“ bollern mit gewohnt kranken Riffs mit aller Deutlichkeit aus den Boxen direkt ins Gesicht des Hörers! Das, was neben der rotzfrechen Attitude immer ein Markenzeichen und Alleinstellungsmerkmal der Band war, sind die horroresken, morbiden Melodien. Genau diese sind selbstverständlich auch hier wieder zu finden, man höre sich nur mal „The god who fell from earth“, „Conquerer's return“ oder den Albumhit „From dead to worse“ an. GANZ GROßES KINO, meine Damen und Herren! Man hört in jeder Sekunde, dass hier Allstars am Werk sind!

Unglaublich, mit welcher Leichtigkeit die Jungs hier einen Burner nach dem anderen raushauen. Es ist sooooooo schön, wieder von dieser einzigartigen Band zu hören! Nachdem man nach besagten zweiten Album kreativ stetig bergab ging und mit dem letzten Output „Don't fear the reaper“ den Boden der Langeweile erreicht hatte und es still um die Band wurde, wirkt „Witchkrieg“ wie ein Befreiungsschlag, der die Band zurück an die Spitze des Genres katapultiert.
Selbstredend bleibt Toxin schmerzlich vermisst, seine Stimme war immer eins der wichtigsten Markenzeichen der Band. Auf der anderen Seite hätte man niemand besseren als Legion für diesen Job engagieren können, also alles halb so wild.

WITCHERY Fans sind absolut verpflichtet, dieses Album zu kaufen! Da gibt es keine Diskussion! Wer die Band nicht kennt, hat eh 10 Peitschenhiebe auf den nackten Arsch verdient, kann sich aber mit einem sofortigen Run ins nächste Plattengeschäft reinwaschen. Also nix wie ab! Eine der aufregendsten Bands des Thrash Metals ist zurück und beweist eindrucksvoll, wie erbärmlich viele Kopisten im Gegensatz zu WITCHERY wirken! BEN WRANGLE IS BACK!! (Bernie)


Bewertung: 8,5 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 32:17 min
Label: Century Media
Veröffentlichungsdatum: 18.06.2010

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