| Fozzy - Chasing The Grail |
Chris Jericho wurde betrogen!! Der einzig wahre WWE World Heavyweight Champion wurde von Jack Swagger des Titels beraubt, der hinterlistig seinen „Money in the bank“ Titelshot einlöste, nachdem Jericho einen Spear in seine bereits von Wrestlemania XXVI angeschlagenen Rippen erlitten hatte. Wer jetzt kein Wort verstanden hat, kann sich beruhigen, Chris Jericho macht auch Musik: FOZZY die Band, „Chasing The Grail“ das überraschend großartige Album!
Obwohl man von Jericho als einer der besten Wrestler unserer Zeit auch nichts anderes erwarten würde, sind wir mal ehrlich, nicht wahr? ;-) Gleich der Opener „Under Blackened Skies“ bollert mit ordentlich Wumm aus den Boxen und läutet ein Album ein, das vor Hits nur so explodiert! FOZZY sind weg von ihrem Exoten-Status und präsentieren sich auf „Chasing The Grail“ als gereifte, kreative Metalband mit Zukunft! So wie Jerichos Charakter im Wrestling-Ring, scheren sich FOZZY einen Feuchten um Konventionen und Genre-Grenzen, „Chasing The Grail“ hat von allen Stilen etwas! Grenzen existieren nicht. Dröhnende Doublebass wechselt sich ab mit melodischen Soli (Opener) und astreine Thrash Metal Parts werden mit saftigem Southern-Groove gepaart („Martyr No More“). Es ist fast schon beängstigend, mit welcher Treffsicherheit FOZZY ihre Geschosse abfeuern. Das Fehlen jeglicher Stilgrenzen auf „Chasing The Grail“ wirkt sich zu keiner Zeit negativ auf das Gesamtbild aus, da alles von Jerichos Stimme wie ein Superkleber zusammen gehalten wird. Einen richtig großen Schritt kann man dann bei „Broken Soul“ bewundern. Die Pop-Atmosphäre mag einige abschrecken, hinter diesem Track versteckt sich allerdings eine rockig-punkige Halbballade, die eine Kaugummiband wie BLINK 182 und ihren Konsorten perfekt stehen würde! Erschreckend, wie die alten Herren hier in US-Punkrock der rosasten Sorte wildern. „Broken Soul“ ist mit Abstand DER Hit des Albums! Und das kann er nur sein, weil FOZZY von Beginn an klarstellen, dass hier zählt, worauf die Band Bock hat und das mag ab und an etwas ausarten... „Let The Madness Begin“ begeistert dann wieder mit heftig saftigem Groove, bevor „Pray For Blood“ einem komplett die Schuhe auszieht. Ein flotter Thrasher mit Blastbeat-Chorus und Doublebassteppich, das rockt! Ausfälle hat „Chasing The Grail“ nicht einen einzigen! Hier reiht sich Hit an Hit, es ist kaum zu glauben. Zum Abschluss des Albums schiebt man noch völlig furchtlos einen 14 minütigen Epos über die Offenbarungen der Bibel hinterher, der sich gewaschen hat! An Songs wie „Dante's Inferno“ kommt dieser Mammut-Track nicht ganz ran, aber nichtsdestotrotz ist „Wormwood“ ein würdiger Abschluss einer fantastischen CD und zeigt zum Schluss nochmal glasklar die Unantastbarkeit dieser Band! Es wurde alles gesagt, Chris Jericho sollte nicht nur alsbald wieder WWE Champion werden, er sollte mit FOZZY auch schleunigst in die CD-Regale und vor allem in die Player eines jeden Metallers wandern!! „Chasing The Grail“ ist jedem zu empfehlen, der auf gute Musik steht! Gebt der Band eine Chance, ihr werdet begeistert sein! (Bernie)
Anzahl der Songs: 12 |