Eternity Magazin

imagika_portraitofahangedman.jpgIMAGIKA gehören zu den Bands, die schon ewig lang ihr Unwesen treiben ohne wirklich Beachtung einheimsen zu können. Entweder aufgrund fehlerhafter Vermarktung oder mangelnder musikalischer Größe. Bei den Bay Areanern lag die Antwort stets irgendwo in der Mitte. Mit „Portrait of a Hanged Man” soll nun alles anders werden. Und das könnte es mit ein bisschen Glück sogar.

 

Zugegebenermaßen kann ich nichts über IMAGIKA nach der „And So It Burns“ - Phase sagen, die vorliegende Platte ist das erste, was ich von den Jungs seit Jahren höre. Dem Promoflyer zu Folge ging es mit den letzten Alben, die von Norman Skinner anstatt von Bandmitgründer David Michael eingesungen wurden, bereits bergauf. Der gute Mr. Skinner ist auch sicherlich die Zutat X, die IMAGIKA noch gefehlt hat neben der Ingredienz Y, die dafür sorgen soll, es aus der musikalischen Mittelmäßigkeit zu schaffen. Beide Gewürze kommen auf „Portrait of a Hanged Man” zusammen und ergeben eine lecker-feine Mahlzeit.

Angesprochener nicht-mehr-ganz-so-neue Sangesgenosse weiß gleich beim großartigen Opener von seiner Stimmfähigkeit zu überzeugen. Irgendwo unter Chuck Billys wieder auflebender Mähne und gespiegelt in David White's Glatze singt und kreischt Mr. Skinner und muss sich damit auch nicht hinter den großen des Thrash-Universums verstecken! „Scared To Death“ steckt in Sachen roher Aggression und Eingängigkeit schon mal die ersten paar IMAGIKA Alben auf einmal in die Tasche. Das folgende „The Hit“ ist sicherlich textlich nicht als solcher gemeint, führt aber den guten Anfang weiter fort und besticht mit den gleichen Zutaten wie der knackige Opener.

„Keep The Wolves At Bay“ bringt den Hattrick dann sicher ins Ziel und fesselt mit seinem brutalen Groove. So hatte ich IMAGIKA sicherlich nicht in Erinnerung, meine Fresse. Man wünscht sich bereits nach den ersten Songs, dass die Band neben den großartigen HEATHEN, EXODUS oder TESTAMENT ein wenig vom Kuchen abbekommen wird. Verdient haben es die Jungs mit „Portrait of a Hanged Man” auf jeden Fall. Wo bei den meisten Bands die Erstwerke als Ultimum gelten, haben sich IMAGIKA immer weiter verbessert und ihren Stil kompromisslos ausgebaut. Ihre Mischung aus typischem Bay Area Thrash und eingängigen Melodien sollte die Jungs ein ganzes Stück nach vorne bringen.
Für den sehr rohen, echten, organischen Sound war übrigens niemand geringeres als MERCYFUL FATE und KING DIAMOND-Gitarrero Andy LaRoque zuständig, der sich so langsam einen Namen für sehr old schooligen Sound ohne viel modernem Schnick Schnack macht.

Wenn auch die überragende Qualität des Anfangs-Hattricks im Verlauf des Albums nicht ganz gehalten werden kann, haben IMAGIKA mit „Portrait of a Hanged Man” einen enormen Schritt gemacht. Es wäre ihnen zu wünschen, dass sie ihren Stand ein wenig festigen können und vielleicht mal mit den Kollegen auf Tour gehen können, um auch live von sich zu überzeugen. Weiter so, nächstes Mal noch ein wenig mehr von Hit-Ingredienz Y und niemand wird an IMAGIKA vorbei kommen! (Bernie)


Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 48:47 min
Label: Metalville
Veröffentlichungstermin: 19.03.2010

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