1349_demonoir.jpgDem TEUFEL sei Dank, „Demonoir“ ist ein richtiges Album geworden! Nach dem grausam anstrengenden anti-musikalischen „Revelations Of The Black Flame“, auf dem bis auf wenige Ausnahmen dem reinen Geräuschemachen den Vorzug vor richtigen Songs gegeben wurde, konnte man schon das Schlimmste befürchten (Review hier). Mich würden mal die Verkaufszahlen interessieren...
Whatever, 1349 sind zurück und machen wieder Musik, watn Glück!

Einfacher zugänglich ist die ganze Chose deshalb noch lange nicht... Zugegebenermaßen ist es aber sehr angenehm, zu hören, dass gleich der Opener (folgt auf das Intro) Black Metal in seiner reinsten Form beinhaltet. Zwischen Highspeed Gekloppe und atmosphärischen Parts, heiserem Gekreische und sonorem Sprechgesang zeigen 1349, wo ihre Stärken liegen. Die bestehen 2010 eindeutig darin, brutale Härte und Geschwindigkeit mit bedrohlicher Atmosphäre zu verbinden, wie auch immer die gestaltet sein mag. Wichtig ist also die Kombination, das hat der Misserfolg von „Revelations Of The Black Flame“ deutlich gezeigt.

Die Frage, die sich zu Recht stellt, ist, ob die Band ganz bewusst den Schritt zurück in Richtung „normaler“ Musik gemacht hat, weil sich das letzte Album als Klogriff heraus stellte oder die Rückbesinnung geplant war. Man kann sich denken, was die Band dazu sagen wird ;-)
Whatever, lasst uns frohlocken und dem Satan preisen oder so. „Demonoir“ strotzt nur so vor black-metallischem Hass, so wie es der Deibel vorgesehen hattte, als er sich die Klampfe zum ersten Mal geschnappt hat.

Die Schweden haben sich hier übrigens einen ganz besonderen Mann an die Regler geholt, nämlich niemanden Geringeren als Tom G. Warrior, der wohl keine weitere Erläuterung benötigt! Gute Arbeit hat der Meister abgeliefert, roh und hasserfüllt klingt „Demonoir“ und gerade für die atmosphärischen Parts gibt es wohl keinen Besseren als Herrn Warrior...

Aufgebaut ist die Platte in einem Wechsel aus Zwischenspielen und regulären Songs, die den Songanteil im Endeffekt auf gerade mal 6 herunter brechen. Selbstverständlich ein Minuspunkt für die Schwarzheimer, allerdings im Vergleich eine gute Entwicklung. Komisch, wenn man sich über sechs reguläre Songs freuen muss. Nunja, so sind sie, die Künstler.
Die Qualität zumindest stimmt, da gibt es keinen Zweifel. Die Zwischenspiele fügen sich in Kombination mit der Musik auch in ein gutes Gesamtkonzept, an dem man nicht viel meckern kann. An sich gibt es grundsätzlich nicht viel zu meckern an „Demonoir“. Der Sound ist großartig passend und die Songs werden wohl den Großteil der verprellten Fans wieder mit der Band versöhnen. Schade ist nur, dass es am Ende nur sechs an der Zahl sind.

„Demonoir“ ist klassisches 1349 Geprügel, das dem Fan keine Wünsche offen lassen wird. Mit mehr Songs von dieser Qualität im Gepäck kann man auch wieder ein paar mehr Punkte erwarten. (Bernie)


Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 48:54 min
Label: Indie Recordings
Veröffentlichungstermin: 26.04.2010

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