| Gods Will Be Done - The Book Of Blood |
Was als erstes auffällt, wenn man sich die aktuelle Scheiblette der Paderborner GOD WILL BE DONE vornimmt, ist das sehr liebevoll gestaltete Artwork von „The Book of Blood“. Hier werden Zeichen gesetzt, die sich nicht hinter den Großen verstecken müssen. Schnatze Sache! Musikalisch wird weniger kunstvoll vorgegangen, denn hier regiert die Abrissbirne in Form von treibendem Thrash Metal.
Wenn auch als solcher bezeichnet, gestaltet sich die Knüppelei der Paderborner nicht so Old Schoolig wie mancher behaupten mag. Mit dem, was in den 90ern als Thrash Metal bezeichnet wurde (PISSING RAZORS und Konsorten) haben GODS WILL BE DONE allerdings auch nichts gemein... zum Glück! OK, Fronten geklärt. Die Referenzen im Infoflyer, die da SLAYER, PANTERA, MACHINE HEAD und TESTAMENT lauten, sind perfekt getroffen, wenn auch auf die Melodie-Affinität der Bay Area Veteranen verzichtet wird. „Divine Brutality“ zum Beispiel ist eine SLAYER Hommage vor dem Herrn. Geht schön nach vorne los wie auch der Rest der Platte. Gefangene werden hier keine gemacht, one shot – one kill. Worin Verbesserungspotential steckt, ist der Sound. Irgendwie ist alles ein wenig zu mittig ausgefallen, der Gitarrensound erinnert ein ums andere Mal eher an Schwedentod denn an Thrash. Je nachdem, in welche Richtung die nächste Platte gehen soll, könnte bei den Aufnahmen und vor allem dem Mix noch einiges raus geholt werden! Ansonsten wird hier alles richtig gemacht. Der Energielevel hoch gehalten und Kompromissen erst gar kein Rederecht gewährt. Den Kopf bläst „The Book of Blood“ auf jeden Fall auf die Seite (besonders bei „Test of Faith“ oder „False Prophet“). Wer den Sound nicht als störend empfindet und mit dem Gesang gut klarkommt, der wird hier eine kleine Abrissperle finden! Beim nächsten Mal kann aber noch einiges mehr Kohle ins Feuer gelegt werden, dann geht's richtig rund! (Bernie)
Anzahl der Songs: 12 |