Eternity Magazin
demonica_demonstrous.jpgEs ist ja schon so, dass es viele Musiker mit nur einer Band nicht aushalten. Da muss eine zweite her, um sich voll auszulasten! Schließlich muss die Kreativität auch raus! Die wird ja sonst schlecht! Oft geht das allerdings in die Hose und die drückende Kreativität war nur eine vermeintliche. Dann entlarven sich die Zweitprojekte schnell als geplante zusätzliche Einnahmequelle (siehe OV HELL). Bei DEMONICA sieht die Sache allerdings glücklicherweise etwas rosiger aus!

DEMONICA können gut und gerne als Bay Area Allstar-Truppe durchgehen. Gitarrist Graig Locicero schraubt momentan (und seit langem) an FORBIDDEN's wie bescheuert erwartetem Comeback Album. Auf diesem Album ist außerdem Tausendsassa Mark Hernandez an den Drums zu hören, der auch schon bei VIO-LENCE und HEATHEN die Felle gerbte und die letzte DEFIANCE Scheibe eintrommelte. Damit wäre schonmal die Bay Area abgedeckt. Niemand geringeres als MERCYFUL FATE Legende Hank Shermann gibt dem ganzen Pack noch eine besonders klassische Note.
DAS nenn ich Allstartruppe, nich wahr?!

Doch was bietet DEMONICA auf ihrem Debüt „Demonstrous“ der Bangerschaft? Nun, um es kurz zu machen: eine schöne Schippe voll Thrash Metal! Typischer Bay Area Stoff, wie man ihn hören will. Sänger Klaus Hyr klingt wie eine Mischung aus einem entschärften Rob Dukes und Russ Anderson. Sein Gesang fügt sich perfekt in die meist flotten, durch Doublebass-Teppiche getragene Songs und hebt sich ab gegenüber den Tom Araya Brutalo-Schreihälsen.
Besonders gut kommt seine variable Stimme bei dem groovigen Hit „My Tounge“ rüber, der irgendwie an „Burn In Hell“ von JUDAS PRIEST's „Jugulator“ erinnert, was zumindest bezüglich des Gesangs mehr als ein Kompliment ist!

Das Start-Package aus „Demon Class“ und „Ghost Hunt“ wird mit dem verspielten „Luscious Damned“ gleich weiter geführt mit der Intention, Rüben ab zu montieren. Selbstverständlich kann die Soloarbeit hier besonders in den Vordergrund gerückt werden. Mr. Shermann haut ein ums andere Mal Soli zum Niederknien aus den Ärmeln, der Mann ist nicht umsonst eine lebende Legende.

So gut aber auch alles angefangen hat, DEMONICA können bis zum Ende des Albums leider nicht durchgehend überzeugen. Ausfälle gibt es hier keine wirklichen, das wäre bei DER Besetzung auch mehr als bedenklich. Allerdings schafft es die Supergruppe nicht, den hohen Standard der ersten Songs aufrecht zu erhalten oder gar zu toppen. Somit denkt man sich gen Ende des Albums, respektive beim Abschluss-Instrumental „Astronomica“, dass da mehr hätte drin sein können...

DEMONICA werden nicht mit den Großen der Bay Area mithalten können, FORBIDDEN, EXODUS oder HEATHEN sind ein ganz anderes Kaliber und werden unerreicht bleiben für alle Zeit. Deshalb ist davon auszugehen, dass DEMONICA diesen Anspruch auch gar nicht gehabt haben können. „Demonstrous“ ist ein gutes Album, das jedem gefallen wird, der in den 80ern gerne in der Bay Area gelebt hätte und der Zeit jetzt noch nachtrauert, auch wenn er damals noch nicht mal geboren war. Was DEMONICA auf jeden Fall können, ist die Lücken zwischen den Outputs der Bay Area Legenden zu schließen! Und das muss ihnen erstmal jemand nach machen. Wahrscheinlich wurde die Band sogar genau deswegen gegründet. Wer weiß!6
Mission erfüllt. Gut aber nicht sehr gut! Der nächste Lücken-Schließer wird noch eine Ecke besser! Da bin ich mir sicher. (Bernie)


Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 48:37 min
Label: Massacre Records
Veröffentlichungstermin: 26.02.2009

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