| Hiscos vs. Mortal Factor - Split CD |
Split-CDs sind cool. Der Fan der einen Band lernt automatisch eine weitere Band kennen. Oder man lernt auf einen Kauf gleich zwei neue Bands kennen. Mehrwert für den Kunden, Promotion für beide Bands! Win-Win-Situation für alle.HISCOS und MORTAL FACTOR dachten sich Ähnliches und stellten eine entsprechende Split-CD zusammen, die nun vorliegt. Wenn beide teilnehmenden Bands gute Qualität bringen, dann kann man an einer Split-CD garnix meckern. Man denke an die HEAVEN SHALL BURN und CALIBAN Splits, die beiden Bands sicherlich einiges an zusätzlicher Promotion gebracht haben. Von deren Qualität sprechen wir jetzt aber nicht... Hier gibt’s von zwei Bands insgesamt 11 Songs und ein Video-Clip auf die Ohren, die im Großraum Thrash/Death Metal angesiedelt werden können und auch so ausgezeichnet sind. Sowohl stilistisch als auch qualitativ passen HISCOS und MORTAL FACTOR gut zusammen. Leider heißt das nichts Gutes für beide, denn in einer besonders hohen Klasse spielen beide Bands nicht. Sicherlich nichts für die Tonne, aber Viele wird diese Split-CD wohl leider nicht hinterm Ofen hervor locken können. Soundteschnich bleibt noch einige Wünsche offen bei diesem Release. Hier wurde beide Male schwer am Mix gespart, da hätte man noch einiges herausholen müssen! Fett ja, aber ein wenig differenzierter hätte es schon sein können. HISCOS fehlt es am ehesten an einem guten Gitarrensound, wohingegen MORTAL FACTOR gerade in Sachen Gesang ein wenig konzentrierter hätten vorgehen können. Im Gesamten ist der Mix bei Letzteren am gravierendsten verbesserungswürdig. Es bewegt sich alles noch im gelb/grünen Bereich, beim nächsten Mal sollte man da noch eine ganze fette Schippe drauf legen! MORTAL FACTOR haben sich ganz dem modernen Thrash Metal verschrieben, der ein ums andere Mal an DEW SCENTED erinnert. Wenn die Schweizer auch die musikalische Finesse der deutschen Kult-Thrasher nicht ganz erreichen, ist hier trotzdem eigentlich alles vorhanden, was ein Scheuklappen-loser Thrasher gut findet. Ordentlich direkte Riffs in die Fresse mit genug groovige Abwechslung. Das bereits angesprochene Problem des Sounds und Gesangs versaut ein wenig die guten Ansätze, die man hier noch mehr als bei den brasilianischen Kollegen heraushören kann. „5 fucking days“ oder „Bastard nation“ wünscht man geradezu ein besseres Soundgewand herbei, aber es ist nun mal leider keins vorhanden... sehr schade. Um mit den Großen mitspielen zu können, muss bei beiden Bands noch einiges getan werden. Da gibt es massig Bands im Untergrund, die in Sachen Sound und Songs viel mehr drauf haben und nur darauf warten, auf eine internationale Masse losgelassen zu werden! Bewertung: 6 / 10 Anzahl der Songs: 11 |