mortification-the_evil_addiction_destroying_machine-cd-digi.jpg Es gibt Bands, bei denen man nicht verstehen kann, warum es sie noch gibt. Bands, die nie wirklich gut waren, ihr durchschnittliches „Ding“ aber immer gnadenlos durchgezogen haben. Warum auch immer. Bands, die jeder vom Namen her kennt, aber niemand wirklich einen Song nennen könnte, geschweige denn davon schwärmen würde.
Eine dieser Bands ist MORTIFICATION. Mit „The evil addiction destroying machine“, dem nunmehr unglaublichen 14ten Album, holen die Amis um Steve Rowe zum erneuten Schlag aus... der wieder einmal völlig verpuffen wird...

Dabei fängt doch diesmal alles so gut an... Ein Drumintro aller erster Sahne, ein perfekter Drumsound, der seines gleichen sucht, wie kein anderer, alles kombiniert mit einfachen, aber treibenden Riffs. SO muss eine CD anfangen!
Sie darf aber doch bitte nicht so weiter gehen... Wenn auch der Opener und gleichsam Titeltrack der wohl mit Abstand beste Song des Albums ist, an dem man musikalisch gar nichts meckern kann, wird doch alles mit Einsetzen des Gesangs in Sekundenbruchteilen wieder zerstört... „Legende“ Steve Rowe hin oder her, der Mann kann am Mikro einfach GARNIX!!! Dieses undifferenzierte, kraftlose Gegröhle kann man doch niemandem ernsthaft zumuten! Warum merkt denn keiner, wie mies das klingt? Das muss doch während den Aufnahmen schon glasklar sein! Es wäre doch ein Leichtes, jemanden ans Mikro zu stellen, der ein bisschen was mit seiner Stimme machen kann! Da sollte die jahrelange Mikro-Position von Herrn Rowe als Traditions-Muss doch keine Rolle spielen, wenn es nachher so katastrophal klingt...

Ach, versteh mal einer diese Leute...
Das tragische an diesem Album ist nicht die mangelnde Qualität an sich. Es ist eher die Tatsache, dass man von MORTIFICATION so gerne mal ein richtig gutes Album hören würde, es aber einfach nicht bekommt. Die Band um den vom Schicksal gebeutelten Rowe wirkt nämlich an sich grund-sympathisch. Rowe kämpfte lange mit Leukämie und hat die Krankheit laut eigener Aussage hauptsächlich mit Hilfe seines christlichen Glauben bezwungen. Dieser starke Glaube hat auch zwischendurch zu Textzeilen geführt wie „as he [Evil man (sic!)] reads the Bible truth, he converts to the Christian faith“ oder die lyrische Perle „God rulz, God rluz, God rulz, God rulz“, beides vom 99er „Hammer of god“ Album.
Auch die Aufmachung des Albums, das zwar thematisch eher lustige, aber sehr gut gemachte Comicartwork lässt ein wenig Hoffnung aufkommen, dass MORTIFICATION auch musikalisch mal einen Zacken zulegen können. Leider nicht der Fall...

Die Songs von „The evil addiction destroying machine“ kommen meist nicht über das Niveau einer Schulband raus. Einige kleine Lichtblicke sind zu vernehmen, da wäre einmal der Opener oder auch „I'm not confused“. Der „Gesang“ von Rowe lässt aber jede aufkeimende Hoffnung gleich im Keim ersticken, vielleicht sollten die Amis mehr Instrumentale veröffentlichen.
Es ist einfach schade drum! Die neue Scheibe strotz nur so vor guten Ansätzen, eine fantastische, gut gemixte, druckvolle Produktion mit einem schlicht großartigen Drumsound, vernünftigen Musikern und einem Klasse-Artwork.
Das war's aber leider auch schon... die angesprochenen Punkte können das Album gerade noch vor dem Totalausfall retten! Da ich mir aber nun wirklich niemanden denken kann, der sich „The evil addiction destroying machine“ für 13 oder mehr Euro zulegt und sich danach NICHT kasteit (ich möchte kurz auf das lustiges Wortspiel hinweisen... MORTIFICATION = Kasteiung), um sich für den Fehlkauf zu bestrafen, gibt es beim besten Willen auch keine bessere Wertung.
Ein Fan der Band wird seine Gründe haben, auch dieses Album zu kaufen, es steht jedem frei! Sehr schade, dass auch dieses Mal nichts bei MORTIFICATION rum kommt... ich wage zu bezweifeln, ob es jemals was wird... sehr schade. (Bernie)


Bewertung: 5 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 42:29 min
Label: Rowe Productions/Twilight
Veröffentlichungstermin: 30.10.2009

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