| Aosoth - Ashes of Angels |
Um meine Vision, eine Black Metal Band zu erschaffen, die sich anstatt an der eisigen Kälte der nordischen Wälder an der sengenden Hitze der Sahara orientiert, fehlte den Fähigen wohl bisher der Mut... Egal, irgendwann wird meine Zeit kommen... vorher kann man sich aber die Zeit mit Bands vertreiben wie AOSOTH, die die klirrende Kälte dadurch umgehen, indem sie einfach ein wenig Death Metal einfließen lassen. Und schon ist der Wintermantel überflüssig.
Die Melange mit treibendem Death Metal, die sich die belgisch/französische Truppe hier traut, bringt eine groovige Note in den Gesamtsound mit ein, wie im Titeltrack „Ashes to angels“ deutlich wird. Das folgende „Path of twisted light“ hingegen strotzt dann mit dissonanten Tönen nur so vor Black Metal. Soundtechnisch kann man hier nicht viel meckern, man sollte aber auch keine Glanztat erwarten. Death und Black Metal zu mischen kann soundtechnisch sehr schwierig sein, gerade aufgrund der atmosphärisch grundverschiedenen Richtungen. AOSOTH ist das hier ganz gut gelungen, wenn auch die Gitarren oft extrem schwammig und etwas matschig klingen, da hätte ein ein wenig prägnanterer Sound gefährlicher gewirkt. Der recht eintönige Gesang, der komplett im Black Metal verwurzelt ist, tritt viel zu oft in den Hintergrund und wirkt damit irgendwie zweitrangig. Musikalisch sollte hier jeder bedient werden, der auf die Melange zwischen den zwei Stilen steht, der schwarzen Kunst aber stets den Vorzug gibt. Denn genau das passiert hier. Trotz aller Death Metal Elemente „obsiegt“ der Black Metal am Ende mit Vehemenz. Reine Geschmackssache, deshalb sollte man sich, wenn Interesse geweckt wurde, einfach mal reinhören.
Anzahl der Songs: 10 |