sacredsteel_carnagevictory.jpgSACRED STEEL ziehen ihr Ding durch. Als damals das Debütalbum 1997 veröffentlicht wurde, hörte NIEMAND diese Musik, den treibenden Mix aus altem US-Metal und europäischen Metalgut. Gnadenlos wurden immer wieder erstklassige Tonträger auf den Markt gehievt, die immer mehr Metalheads von der Band begeistern konnten. Nach „Iron blessings“ 2004 dann der Schock: Bandgründer Joerg M. Knittel verlässt die Band, um sich voll auf MY DARKEST HATE zu konzentrieren. Dass sich der folgende Line Up Wechsel als Frischzellenkur für die Schwaben erweisen würde, hätte man damals nicht zu hoffen gewagt. Nach dem Quasi-Comeback „Hammer of destruction“ kommt nun endlich, 3 Jahre später ein Statement namens „Carnage Victory“, das ein für alle Mal klar macht, dass SACRED STEEL nicht klein zu kriegen sind und man den heiligen Stahl mehr denn je fürchten muss!

Was ein Einstieg: „Charge into overkill“ haut dem Hörer mit seinem treibendem Rhythmus und gnadenloser Geschwindigkeit gleich mal die Locken nach hinten. Hier wird mit faszinierender Vehemenz nach vorne geprügelt, und genau so geht es mit der MERCYFUL FATE Hommage „Don't break the oath“ weiter, bis der Titeltrack den Hammer fies groovend in Richtung Schädel niederschwingen lässt. Meine Fresse, macht das Spaß!
Man hört den Jungs die Leidenschaft für diese von manchen als „antiquiert“ verschrieene Musik an. Aber gerade heute sind Alben wie „Carnage Victory“ das, was dringend gebraucht wird! In einer Welt voll Kommerz und Seelenlosigkeit, wo den Plattenfirmen nichts anderes übrig bleibt, als Trendhopping zu betreiben, um überleben zu können, tut ehrliche Musik voller aggressiver Leidenschaft in der Seele gut! Glücklicherweise verstehen immer mehr Bands und Fans, dass Metal-Leidenschaft und gebügelte, seelenlose Sounds nicht zusammen passen. Die Dunkelziffer derjenigen, die es maßlos übertreiben und somit alles ins Lächerliche ziehen, ist sicherlich beschämend hoch, aber wenn ein Album wie „Carnage Victory“ unterm Strich dabei rauskommt, dann verbleibt nach der Gewinn und Verlustrechnung ein breites Grinsen auf dem Gesicht!

Die kultigen Schwaben bollern 2009 um vieles roher aus den Boxen als noch zu „Iron blessings“ Zeiten. Die Produktionen von Achim Köhler waren immer über jeden Zweifel erhaben, die neue Langrille (von wem auch immer produziert, das Info vom Label ist mal wieder sehr ergiebig...) klingt roh und ist doch perfekt abgemischt und bietet keinerlei Kritikpunkte dar. „Carnage Victory“ fetzt aus allen Rohren, donnernde Drums, fette Gitarren und der unnachahmliche, einzigartige Gesang von Szene-Profi und Metalkenner extraordinaire Gerrit P. Mutz erschaffen einen fantastischen Hörgenuss.
Songs wie das facettenreiche „Broken rites“, die brutalen Nackenbrecher „Cross stained with blood“ und „By vengeance and hatred we ride“, das doomige „Ceremonial magician of the left Hand“ und die Underground-Hommage „Metal underground“ machen „Carnage Victory“ zu einem absoluten Highlight in der SACRED STEEL Discographie.

Die Schwaben bieten alles, was der Metaller zum überleben brauch: Leidenschaft, Aggression und Ehrlichkeit. Scheiß auf Schubladen, „Carnage Victory“ ist einfach ein sau gutes Heavy Metal Album!! (Bernie)


Bewertung: 8,5 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 46:10 min
Label: Massacre Records
Veröffentlichungstermin:23.10.2009  

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