commongrave_embeddedcoding.jpgVöllige Fassungslosigkeit macht sich breit. Das Intro „Embedding process“ beginnt mit einem majestätisch bedrohlichen Schiffshorn, das böses erahnen lässt. Wie unangenehm böse es dann aber direkt danach wird, konnte keiner wissen. Dem Nebelhorn folgen nämlich Technoartige Samples... UARGH!!

Man möge mir verzeihen, wenn ich als Techno-Laie diesen Sound naiverweise als pure Scheiße bezeichne... warum zum Geier machen die Jungs von COMMON GRAVE sowas?
Behaupten wir einfach mal, es sei ein Späßken gewesen, denn „Dethroning duality“ bollert mit brutaler Gewalt aus den Boxen, dass das Intro schnell wieder vergessen ist. Dass „“Embedded coding“ von NECROPHAGIST Musikern produziert wurde, spiegelt sich in der Musik wieder. COMMON GRAVE klingen wie ein Bastard aus besagter Frickelkombo, DYING FETUS und moderneren Vertretern des sehr technischen Death Metals, ohne aber in irgendein gearteten „Core“ abzudriften.

Die insgesamt 11 Songs bollern allesamt extrem fett aus den Hörern, sind gut produziert und werden Frickelfreunden auf jeden Fall gefallen!
Großes Manko ist allerdings die völlig eintönige Stimme von Sänger Ferenc. Seinem tiefen Growlen fehlt es an Druchschlagskraft, vielleicht sollte er sich auf eine andere Stimmlage konzentrieren, so fällt sein Gesang auf jeden Fall stark gegen die technische Finesse seiner Instrumental-Mannschaft ab. Schade drum.

Wie bei den meisten technischen Death Metal Bands stehen auch COMMON GRAVE vor dem Problem, aus ihrer Haut nicht raus zu können und ihr Können beweisen müssen. An sich ist das nicht der Kern des Problems, das macht ein Album wie „Embedded coding“ auch bleibend interessant und offenbart bei jedem Hören weitere Details. Die Songs der Platte sind auch allesamt richtig gut und weisen keinen Ausfall auf. Das Problem ist nur, dass es für viele nicht mehr nachvollziehbar ist, was die Jungs hier tun. COMMON GRAVE sind noch einen ganzen Schritt weit von den Frickelorgien einer Band wie NECROPHAGIST entfernt, ihr anspruchsvoller Death Metal könnte aber die Hörer durchaus überfordern, wo sich Fans des Genres an genau dem Punkt sabbernd erfreuen.

Fans bisher genannter Bands sollten sich COMMON GRAVE mit dickem Edding auf ihren Einkaufszettel notieren. Wem besagte Bands zu anstrengend sind, wird auch mit dieser Band überhaupt nichts anfangen können. Hier passen auf jeden Fall Songs und Produktion, wenn auch der Gesang leider für Abzug sorgen muss. Wenn die Musik so detail-verliebt ist, sollte der Gesang auch mitgehen. Dass die Jungs mit „Progress terminated“ genauso beschissen die CD beenden, wie sie sie mit dem Intro begonnen haben, sollte zur Device führen, diese Songs um Himmels Willen GARNICHT erst anzuhören!!! Lasst Track 1 und 11 einfach komplett weg und ihr habt gutes technisches Death Metal Album einer Band, bei der noch Luft nach oben ist. (Bernie)


Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 35:49
Label: Twilight
Veröffentlichungstermin: 17.07.2009  

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