Eternity Magazin

fewagainstmany_sot.jpgTHE FEW AGAINST MANY könnte vom Namen her locker eine weitere gesichtslose Metalcore Kombo sein. Was sich dahinter allerdings wirklich verbirgt ist umso überraschender: eine weitere Band von Christian Älvestam! Noch nie gehört? Oh doch! Es gibt wohl niemanden in Schweden, der gleichzeitig in so vielen Kombos tätig war wie dieser Mann. Kürzlich bei SCAR SYMMETRY ausgestiegen, hat der junge Mann schon Bands wie ANGEL BLAKE, TORCHBEARER, INCAPACITY und vielen, VIELEN mehr seinen Stempel aufgedrückt. Man möge es schwedischer Bandinzest nennen oder pathologischer „Workaholism“ wenn so etwas wie „Sot“ dabei raus kommt, dann verhallt jegliche Kritik in Sekundenbruchteilen!

Was THE FEW AGAINST MANY hier nämlich bieten ist eine einzigartige Mixtur aus typisch schwedischem Death Metal der modernen Sorte, vermischt mit flotten Thrashanteilen und einer episch-bombastischen Klassiknote, die dem ganzen ein Spitzenhäubchen par excellance aufsetzt! Dazu kommt noch eine exzellente Produktion und ein perfekter Sound, der die teils angenehm eingängigen Songs extrem gut zur Geltung bringt.
Der Opener „Hädanfärd“ sagt bereits alles: tiefes Growlen, brutale Riffs, vertrackte Rhythmen und perfekt eingesetzte Klassiksprengsel. Der Hit des Albums folgt dann gleich mit „Bränd mark“. Ein Song, der trotz der Progressivität des Albums live ordentlich einschlagen könnte. Ein Mitsingen wird allerdings schwer gemacht, Älvestam singt hier nämlich in schwedisch! Normalerweise schreckt die Muttersprache, wenn sie nicht gerade zufällig englisch ist, den Großteil der Zuhörer ab (mal vom Black Metal abgesehen). Durch die hier gezeigte Stimmlage (durchweg tiefes Grunzen) bringt die Nutzung der schwedischen Sprache allerdings ein paar durchaus interessante Nuancen in den Sound mit ein.

Angesprochenes „Bränd mark“ lässt mit seinen bombastischen Einschüben eine starke Affinität zu DIMMU BORGIR durchscheinen, was dem Gesamtsound der Truppe sehr gut zu Gesicht steht. „Blod“ wartet wie unter anderem „Skapelsens sorti“ mit einigen fiesen Thrashsalven auf, wobei gerade letzter ein ziemlich spaciges Keyboard offenbart. Die klassischen Einspieler klingen, wenn man nicht gerade an DIMMU BORGIR erinnert wird, oft sehr stark nach den Österreichern HOLLENTHON. Da wird sich in der THE FEW AGAINST MANY – Mannschaft sicherlich ein Fan eingeschlichen haben, denn die Ähnlichkeiten sind offensichtlich!
Trotz aller Einflüsse aus Death und Thrash Metal, von DIMMU BORGIR bis HOLLENTHON und die unzähligen weiteren, die man selbst nach zigmaligem Hören nicht genau identifizieren kann, schaffen es die Schweden hier irgendwie einen ureigenen Stil zusammen zu kleistern, den man in dieser Form noch nicht gehört hat! Die 8 Songs von „Sot“ beinhalten so viele Details, dass sie niemals langweilig werden, hier ist einfach für jeden etwas dabei und es gibt immer Neues zu entdecken. Absolut faszinierend, was die Jungs hier erschaffen haben!

HOLLENTHON-Freunde sollten diese Band auf jeden Fall antesten! Freunde der harten Kunst, die ihre Scheuklappen schon längst verbrannt haben und gerne mal offen für etwas Neues sind, sollten sich „Sot“ unbedingt anhören, hier gibt es wahrlich etwas zu entdecken. Ich kann mich jeden Durchlauf aufs Neue von dem detail-verliebten Sound voll Power, Härte und gleichsam Melodie und Abwechslungsreichtum begeistern. THE FEW AGAINST MANY sind etwas ganz Besonderes und das sollten so viele Hartwurstler wie irgend möglich erfahren, also hört hier dringen rein! Besser noch: kauft euch die Scheibe!! (Bernie)


Bewertung: 9 / 10

Anzahl der Songs: 8
Spielzeit: 36:06 min
Label: Pulverised Records
Veröffentlichungstermin: 02.10.2009  

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