Eternity Magazin
destruction_curseofantichrist_liveofagony.jpgLivealben sind immer so ne Sache... Auf der einen Seite können sie die Livemacht einer guten Band auf Ton bannen und die Magie einer Performance vor einer großen Menge von Fans festhalten. Auf der anderen Seite weiß man nie genau, wie viel „live“ tatsächlich in solchen Alben steckt, man denke nur mal an „Unleashed in the east“. Im Falle des zweiten offiziellen Livealbums von DESTRUCTION („Live discharge“ sehen wir mal als DVD Release an) liegt es aber bereits nach dem ersten Hören auf der Hand: Thrash ist live eine MACHT!

Und somit auch perfekt, um auf CD gepresst zu werden. „The curse of the antichrist – live in agony“ ist ein richtig fettes Package geworden, das aus der Jubiläums-Show in Wacken 2007 und einigen Mitschnitten der letzten Tour besteht. Man hat keinen Klassiker ausgelassen und brilliert mit Killern wie „Curse the gods“, „Eternal ban“ oder „Bestial invasion“ genauso wie mit neueren Krachern wie dem perfekten Opener „The butcher strikes back“, dem zweifach vorhandenen und somit doppelt tödlichen „Thrash till death“ oder „D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.“. Als besondere Perle findet man auf Nummer zwei der Doppel-CD „The damned“, das seit einer halben Ewigkeit nicht mehr auf einer Live-Setlist aufgetaucht war.

Besonders sympathisch ist der sehr gute, knackige aber nicht perfekte Sound der zwei CDs, der nahelegt, dass hier außer einem üblichen Mix nichts im Nachhinein dazu addiert wurde. Einzig das Publikum kommt manchmal ein wenig zu kurz in Sachen Lautstärke.
Sympathie ist ein gutes Stichwort, denn das, was im Thrash Metal wirklich zählt, ist Authentizität und die wird hier mit „The curse of the antichrist – live in agony“ in jeder Sekunde gewahrt. Das manchmal etwas überladen und holprig klingende „Reject emotions“, das in Wacken mit drei Drumsets gespielt wurde, oder das chaotische „Alliance of Hellhoundz“ mit Gastsängern wie Peavy oder Blitz zeigen schlichtweg die Realität und verschönern nichts. Und nur das kann ein richtiges Live-Feeling auf CD erschaffen!

Szene-Urgestein Schmier beweist bei den Mitschnitten aus Japan seine Fronter-Qualitäten mit japanischen Ansagen und hat auch sonst immer die richtigen, wenn auch manchmal kitschig klingenden Sprüche parat, um das Publikum anzuheizen.
„The curse of the antichrist – live in agony“ ist genau richtig, um Ähnliches zu bewirken, nämlich Leute zu DESTRUCTION Liveshows zu ziehen. Denn live knallen die Songs der Band, die Thrash Metal Geschichte geschrieben haben, noch um einiges mehr und ein Gig des Trios ist es immer wert! Fans der Band können hier also absolut ohne Bedenken zuschlagen und ein Live-Doppel-Album genießen, bei dem von dem geilen Comic-Cover über die Songauswahl bis hin zum knackigen Sound alles richtig gemacht wurde! „The curse of the antichrist – live in agony“ ist ein Pflichtkauf für alle Thrasher! (Bernie)


Bewertung: - / -

Anzahl der Songs: 10 / 12
Spielzeit: 48:25 / 49:28
Label: AFM Records
Veröffentlichungstermin: 25.09.2009 

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