Eternity Magazin
mw_massive.jpgAls MUNICIPAL WASTE ihr Debüt veröffentlichten, standen sie komplett alleine auf weiter Flur, als einzige Band in diesem Genre, die ein eifriges Label hinter sich hatte, die einzige Band, die sich gnadenlos und kompromisslos dem Crossover von Thrash Metal und altem Hardcore und Punk verschrieben hatte. Heute sieht das sicherlich anders aus und mit SSS und Konsorten wirkt das Feld ein wenig breiter bevölkert. Mit ihrem neuesten Output „Massive aggressive“ erinern MUNICIPAL WASTE daran, wer auf Platz 1 der Crossover Gemeinde gehört.

Der Titel ist Programm, anders hätte man es von den Amis auch sicherlich nicht erwartet. Um an dem Sound von MUNICIPAL WASTE Gefallen zu finden, muss man ein wenig Hektik und Chaos vertragen können. Im Vergleich zum straighten Old School Thrash Metal der Stunde, orientieren sich die Amis nicht nur an dem 80er Kult, sondern weben eine ordentliche Brise Hardcore und Punk in ihre wüst-aggressive Mucke ein. Und wenn man hier von Hardcore spricht, soll man um Himmels Willen nicht an den ganzen -core-Mist denken, der heutzutage regelmäßig nervt. Bands wie D.R.I. Und SUICIDAL TENDENCIES sind wohl die einflussreichsten Paten, die sich MUNICIPAL WASTE ausgesucht haben.

Mit „Massive aggressive“ folgt man dem zerstörerischen Weg der vorigen drei Alben, konzentriert sich hier aber scheinbar ein wenig mehr auf Thrash Metal, wobei das hektisch punkige sicherlich immer noch einen ganz großen Teil ausmacht.
Gleich der Opener „Masked by delirium“ beginnt mit einem irreführenden MAIDEN-Intro, bevor es so richtig rund geht. „Mech-Cannibal“ danach hat bis auf den Gesang schon garkein Hardcore mehr inne und trumpft mit purem Thrash meets Punk auf, ein geiler Song, der Bock auf Party und mehr macht! Irgendwie wirkt die neue Scheibe etwas gedrosselter in Sachen Hektik, vielleicht ein wenig strukturierter und direkter, ohne in das wüste Geschwindigkeitschaos zu verfallen, dass noch „The art of partying“ zu großen Teilen ausgemacht hat. „Divine blasphemer“ weist sogar den ein oder anderen groovigen Part auf, wohingegen der Titeltrack überraschenderweise sogar durchgehend rockt anstatt das Gaspedal wiedermal zu strapazieren.

Ich persönlich, der zu hektische Musik und Hardcore im Generellen nichts abgewinnen kann, bin schwer angetan davon, dass MUNICIPAL WASTE sind selbst scheinbar ein wenig gezügelt haben und anstatt sich auf pure Geschwindigkeit zu konzentrieren, an gewissen Stellen ein wenig mehr auf die Songs selbst geachtet haben. Das aggressive Chaos ist hier natürlich immer noch zu finden, was jeden Fan absolut begeistern wird. Generell wäre es jedem Thrasher, ob alt oder neu, angeraten, sich diese Band mal zu Gemüte zu führen. Als Thrash Metal niemanden interessiert hat außer eine kleine knallharte Gruppe von Taditionalisten, waren die Amis schon da und haben kompromisslos alles niedergekloppt, was ihnen in den Weg getreten ist und was sie nicht ihre Kehle runterschütten konnten.

MUNICIPAL WASTE machen Spaß und sorgen nach wie vor für einen Energielevel am Maximum, mit einem knackigen Sound, der alle Rumpel-Garagen-Freaks heftig in den Arsch f&$%. Unverkennbar und massive aggressiv! (Bernie)


Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 28:49 min
Label: Earache Records
Veröffentlichungstermin: 24.08.2009

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