Eternity Magazin
sanctification_blackreign.jpgSANCTIFICATION aus good old Sweden zelebrieren Namedropping allererster Sahne. Nicht nur DARK FUNERAL - Cheffe Emperor Magus Caligula kreischt auf „Black Reign“ ein wenig Starthilfe für seine Freunde ein, sondern niemand geringeres als Tausendsasa Peter Tägtgren leiht dem Trio Infernale ein wenig von seiner Stimmbandkunst. Dazu kommt noch, dass er das vorliegende Album gemixt und gemastert hat, wobei sich sein Bruder Tommy für die Produktion an sich verantwortlich zeichnet. Aber große Namen nutzen nicht viel, wenn die Musik dahinter bloß ein laues Lüftchen ist...

Ganz so schlimm ist es nicht, aber so heiß wie hier im Vorhinein gekocht wird, wird nachher nicht gegessen. SANCTIFICATION entpuppen sich ganz schnell als ziemlich einfallsloser CANNIBAL CORPSE – Clon. Wer diesen Vergleich nicht direkt einsieht, sollte sich mal „Raw“ anhören, dann sind jegliche Zweifel dahin. Sänger Kristoffer Hell versucht hier auf Biegen und Brechen dem Herrn Corpsegrinder nahe zu kommen, was kläglich scheitert. Dem Infotext ist lustigerweise zu entnehmen, dass Hell kurz nach den Aufnahmen zu „Black Reign“ die Band verließ und von Emperor Magus Caligula auf permanenter Basis ersetzt wird. Das kann nur ein Vorteil für die Band sein.

Was „Black Reign“ nicht komplett abstürzen lässt, sind die immer wieder kehrenden Hooks im Riffing der zwei IN BATTLE – Recken, die sich hier noch ein wenig Zeit in SANCTIFICATION verdingen. Gute Beispiele sind hier „Thirst for blood“ und „Eternal“. Positive Ansätze sind also durchaus zu finden, aber dadurch, dass sich die Band musikalisch und stilistisch mit der größten Death Metal Band aller Zeiten anlegt, haben sie schon verloren. Bisher hat es auch nach über zwei Jahrzehnten noch niemand geschafft, an die Kannibalen heran zu kommen, ob spielerisch oder kreativ. Und gerade mit einem Album wie „Evisceration plague“ in der jüngsten Diskographie ist bei allen Nachahmern eh Hopfen und Malz verloren.

Soundtechnisch hätte ich bei dem Namen Tägtgren auch irgendwie etwas besseres erwartet. Gut ,es drückt schön und der Sound ballert schön fett aus den Boxen. Aber irgendwie fehlt es hier einfach an dem Besonderen, der Gitarrensound ist irgendwie nicht zwingend genug und gerade von Peter Tägtgren ist man doch anderes gewöhnt.

Klingt alles nach einem Verriss. Auf eine gewisse Art und Weise ist es das auch, denn „Black Reign“ verpufft schon während dem ersten Durchhören. Die guten Ansätze, die immer wieder hier und da durchscheinen, reichen nicht aus, um das Album aus dem Wust an mittelmäßigen bis rotzschlechten Veröffentlichungen hervor zu heben. Sorry Leute, vielleicht beim nächsten Mal mit dem Emperor! (Bernie)


Bewertung: 6 / 10

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 39:12 min
Label: Pulverised Records
Veröffentlichungstermin: 10.07.2009

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