bloodtsunami_grantfeastofvultures.jpg2007 hieß es: „BLOOD TSUNAMI bringen hier nichts wirklich Neues ins Thrash Genre, es wird wohl niemand vor Freude vom Stuhl fallen. Was man den Norwegern aber attestieren muss, ist Potential! Trotz dem fehlenden Druck in der Produktion wird recht angenehm geholzt und der Versuch, Old School Spirit zu verstreuen, gelingt in mehreren Momenten ganz gut! Lassen wir dieser Band noch ein wenig Zeit, um mehr Biss in ihre Songs zu bringen, mehr Zutat X, denn die fehlt BLOOD TSUNAMI noch deutlich“. 2009 heißt es: „naaa, fast...“


Sehr aussagekräftig, ich weiß. BLOOD TSUNAMI kommen nun mit ihrem zweiten Werk namens „Grand feast of vultures“ um die Ecke, um weiter zu führen, was sie begonnen haben. Und der Opener „Castle of skulls“ lässt gleich die Erwartungen an den Rest in ungeahnte Höhen schnellen. Ohne Geplänkel wird hier gleich so fies gebollert, dass der Phallus steil nach oben zeigt. Das will ein Thrasher hören, kompromissloses Geschreddere, Speed und eine hörbare „Fuck you“ Attitude! Yes, jetzt schon viel besser als das nur gute Vorgängeralbum.

„Nothing But Contempt“ führt das Angefangene gleich weiter und knallt gnadenlos die verbliebenen Zähne in die Tonne. Schön schön, vor allem der groovig-melodische Part gen Ende des Songs weiß mit einer Fülle an geilen Soli zu begeistern. Top, Leute, top!
Etwas verstörend wirkt allerdings die Tatsache, dass bereits Song Nummer 3 namens „Personal Exorcism“ die 8-Minuten-Marke überschreitet, was in Sachen Thrash Metal, wo nichts mehr zählt, als spontanes und direktes Gedräsche, böse in die Hose gehen kann. Aller Angst zu Trotz entpuppt sich besagter Track aber als abwechslungsreiches und versiertes Meisterwerk, das vor Groove und Melodie nur so strotzt, trotz seiner Länge nie langweilig wird und vor allem im von Doublebass getragenem Refrain punktet. Falls nicht bekannt, ist dies wohl auch der beste Zeitpunkt, darauf hinzuweisen, dass hier niemand geringeres als Ex-EMPEROR Drummer Faust hinter den Kesseln sitzt. Somit ist rein Drum-technisch schon mal alles in Butter. Auch der Gesang von Herrn Pete Evil (ohje, wie toll) hat sich merklich verbessert und ist noch um einiges dreckiger geworden, gute Sache.

Ein Wort noch zum Sound: Top! Roh, direkt und bissig, mit einem guten Mix und noch genug Power, nix zu meckern. Das gleiche gilt für das comic-artige Cover. Sehr sehr geil gezeichnet und perfekt passend zur Musik, ein definitiver Pluspunkt!
Zurück zu Musik: „Laid to waste“ führt die Abwechslung weiter und trumpft mit eingängigen Melodiebögen, wohingegen der Titeltrack wieder die Keule auspackt und sich zum Knüppel-Highlight des Albums mausert.
Bei den folgenden und letzten Songs „Horsehead Nebula“ und „One Step Closer To The Grave“ könnten sich allerdings die Geschmäcker spalten. Beides absolut großartige Songs, wobei erstgenannter aber ein reines Instrumental ohne Gesang ist und zweiter fast das gleiche. „Horsehead Nebula“ zitiert immer wieder typische zweistimmige IRON MAIDEN Leads und wäre mit Gesang sogar sicherlich das Highlight des Albums, hier wird großartige Musik zelebriert. „One Step Closer To The Grave“ sticht mit seinen doomigen Passagen etwas aus dem Konzept heraus und ist bis auf ein wenig Gesang eigentlich auch ein eher instrumentaler Track.

Im Endeffekt haben BLOOD TSUNAMI also schon ihre „Zutat X“gefunden, die sie von anderen Bands des Genres abhebt, genau diese führt aber unter Umständen dazu, den Hörgenuss zu schmälern, der mit den ersten Songs zu wachsen begonnen hatte. Instrumentalstücke sind nicht für jedermann was, auch nicht in der enorm hohen Qualität, wie sie hier gezeigt wird. Der Weg in den Thrash-Olymp ist schonmal gut geteert, aber man ist noch nicht angekommen. Jeder Thrasher sollte hier aber dringend mal reinhören, denn mit BLOOD TSUNAMI ist definitiv zu rechnen!! (Bernie)


Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 7
Spielzeit: 51:19 min
Label: Candlelight Records
Veröffentlichungstermin: 27.04.2009

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