funebrarum_sleepofmobiddreams.jpgVom Äußeren her könnte man schwören, es mit einer lupenreinen Black Metal Truppe zu tun zu haben. Aber schwer getäuscht, das schwarz/weiße Cover mit den lustigen Skeletten und dem unleserlichen Bandlogo beinhalten puren Death Metal. Und zwar sprechen wir hier nach eigener Aussage vom sogenannten „Old School" Dark Death Metal. So strange diese Bezeichnung auch klinge mag, sie trifft zu 100% zu. FUNEBRARUM zelebrieren auf ihrem neuen Werk „The Sleep Of Morbid Dreams“ eine wilde Mixtur der alten Schule.

Im zehnten Jahr der Bandgeschichte klingen FUNEBRARUM, als wären sie im Anfang der 90er stecken geblieben. Die Amis walzen und prügeln sich hier durch 7 Songs, wie es lange nicht mehr Gang und Gebe ist. Mit einem deutlichen schwedischen Einschlag in ihrem Death Metal klingen sie von Zeit zu Zeit ein wenig nach VOMITORY minus die Melodie und ein ganzes Stück weniger furios. Genau hier kommt nämlich die Bezeichnung „dark“ in ihrer Stilbeschreibung zum tragen. Immer wieder wird das brutale Geholze unterbrochen, um tragende, fast schon doomige und durchaus tiefschwarze atmosphärische Parts einzuflechten, die den ansonsten etwas erdrückenden Sound etwas auflockern.

Frontwutz Daryl Kahan sticht mit seinem teuflisch tiefen Growlen besonders hervor und gibt dem „Old School“ - Stempel eine extra Ladung Farbe. Alle Zeichen stehen auf alte Schule, die Produktion ist sehr roh ausgefallen, wenn sie auch im Gegensatz zum klassischen Thrash Metal mit enormem Gewicht nach vorne drückt und den Hörer regelrecht unter sich begräbt. Der Bass donnert nur so und die Saiten der Gitarren dürften kaum noch Kontakt zum Instrument haben, so tief dürften sie gestimmt sein.
Irgendwie ist es gerade dieser wuchtige Sound, der wahrscheinlich den meisten Hörern etwas zu schwer ausgefallen ist. Wenn auch perfekt ins Konzept passend, wirkt „The Sleep Of Morbid Dreams“ auf die Länge zu undifferenziert und zerdrückt den Hörer regelrecht. Den Freunden der ganz alten Death Metal-Schiene wird genau das gefallen, mir ist das alles ein wenig zu viel des „Guten“.

Was FUNEBRARUM auf ihrem neuen Album auf jeden Fall liefern, ist sehr abwechslungsreicher, FETTER Old School Death Metal mit starker schwedischer Prägung (eine Split mit INTERMENT kommt nicht von ungefähr, genau in diese Riege passen die Amis perfekt). Denjenigen, die keine komplette Old School – Fanatiker sind, wird das Ganze aber wahrscheinlich etwas zu viel sein, deshalb empfehle ich, einfach mal rein zu hören und selbst zu entscheiden. Gut ist „The Sleep Of Morbid Dreams“ allemal. (Bernie)


Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 7
Spielzeit: 39:47 min
Label: Cyclone Empire / Soulfood
Veröffentlichungstermin: 17.04.09  

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