darknessbyoath_fearyourself.jpgQuizfrage: Nennen sie mir 5 bekannte Metalbands aus Spanien! 1...2...3... vorbei! Tut mir leid, die Gewinnsumme von unglaublichen 2 Pfund (ja, ich bin noch in London) bleiben leider im Topf...
Nun, Spanien ist vielleicht nicht gerade Dritte-Welt-Land bezüglich Heavy Metal aber wirklich viele Bands aus dem Urlaubsland finden sich nicht gerade in den Regalen der Metalheads dieser Welt. MAGO DE OZ oder wie die kaputte Truppe heißt wären eine der wenigen, die zumindest vom Namen her den meisten geläufig sein könnte. DARKNESS BY OATH wollen dem ganzen nun ein Ende setzen und zeigen, dass auch aus Spanien guter Metal kommen kann.

Dumm nur, dass sie sich stilistisch so sehr am kalten Norden orientieren, dass niemand ohne ein Blick in die Historie der Band jemals erfahren wird, dass die Band aus dem warmen Süden stammt. DARKNESS BY OATH haben so ganz und gar überhaupt keine Elemente in ihrer Musik, von denen man auf ihre wahre Herkunft schließen könnte. Das macht ja prinzipiell nix, von der Sorte gibt es zig Tausende Bands und es ist meist eine sehr gute Sache, dass man nicht hört, von wo eine Band stammt. Man stelle sich das mal vor... nein lieber nicht...

Zurück zu den Schwedischen Spaniern oder den spanischen Schweden. Diese versuchen sich hier am hoch melodischen aber trotzdem knackigen Schwedentod der neueren Sorte, sprich in Richtung IN FLAMES und DARK TRANQULLITY, abseits von DISMEMBER und Konsorten. Gottlob geht es aber in Richtung Anfangsphase beider Bands und nicht in Richtung von dem saft-, und kraftlosen Dahingeätze, das sich die ehemals großartigen Bands heute so abhalten.
De Facto machen DARKNESS BY OATH hier einen richtig guten Job, Respekt, die Herren Königssöhne, Respekt. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass der Stil, den sie spielen, eins zu eins und hundertprozentig geklaut ist und nichts eigenes enthält, was die ganze Sache wieder eine wenig relativiert. Aber wenn man mal nicht ganz so streng sein will, dann kann man das auch wieder skippen und als Fan dieser Musik genießen, was einem hier kredenzt wird. Mit „Fear yourself“ und „Pieces“ landet man gleich zu Beginn zwei bärenstarke Hits und auch der Rest des Albums, wenn er auch gegenüber den ersten Knallern abfällt, weiß durchaus mit tollen Melodien und Gitarrenlinien zu gefallen wie es die Großen vor Ewigkeiten einmal getan haben.

Was den Genuss des Albums aber etwas schmälert, ist der Gesang von Aritz Nabarro, der wohl früher als Metalcore Kreischhals unterwegs war und immer noch starke Züge dessen in seinem „Gesang“ trägt. Wenn man das mit Vorbildern der Band vergleicht, fallen sie direkt mehrere Schritte zurück, trotz der guten Musik. Sorry Leute, aber der Gesang ist wichtig und der nervt nun mal kapital auf „Fear yourself“. Nicht, dass man mich falsch versteht, hier steht kein Jamie Jasta am Mikro, aber der Gesang, wenn auch mit dem Versuch, immer wieder Abwechslung rein zu bringen, ist im Kreisch-Modus so eintönig, dass man sich manchmal einfach nur ärgern kann.
Außerdem wirkt der Mix des mächtigen Dan Swanö doch irgendwie unbefriedigend. Gerade der Trigger an der Bassrum ist doch etwas zu hoch gedreht und wirkt ein wenig ZU künstlich. Wenn auch die Produktion sonst nicht viel zu wünschen übrig lässt, aber bei so einem großen Namen muss ein bisschen mehr rausspringen.

Wie auch immer, wer auf besagte Bands und ihre Anfangstage steht, der MUSS sich „Fear yourself“ einfach zulegen. Wer damit nix anfangen kann, der muss die Finger davon lassen, denn genau DAS kommt hier durch die Boxen und zwar ohne Stilfremde Einflüsse. Gutes Album, aber im Großen und Ganzen auch nicht viel mehr. (Bernie)


Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 41:05 min
Label: Cyclone Empire
Veröffentlichungstermin: 27.03.2009

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