Eternity Magazin
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International umjubelte Alben, Touren mit den Größten des Geschäfts: IRON MAIDEN, SLAYER, METALLICA. Lobpreisungen für musikalische Leistungen und technische Finesse. Fast täglich wachsende Fanschar auf der ganzen Welt...
TRIVIUM sind die Shooting Stars der Heavy Metal Szene!
Nachdem man sich mit „The crusade" vehement freigeschwommen hatte und endgültig zu einer reinrassigen und akzeptierten Metalband gemausert hat, zeigen die Jungspunde nun den musikalischen Stinkefinger und veröffentlichen „Shogun".

Denn diese Platte ist sicherlich nicht das, was man zwingend von der Band der Stunde erwartet hat. Viel eher hätte man einen Nachfolger für das großartige „The crusade" erdacht, heraus gekommen ist aber ein mutiger Schritt in Richtung Eigenständigkeit!
Der Vorgänger von „Shogun" war wohl eine Art Ausfallschritt hinein in den wahren Heavy Metal, der musikalisch auch auf den Vorgängeralben Vorrang hatte, aber durch das eintönige Hardcore Gebrülle für viele komplett unterging. „The crusade" öffnete TRIVIUM für alle Metal Fans.

„Shogun" wartet jetzt mit einigen Entwicklungen auf. Zum ersten hört man Matt Heafy wieder oft brüllen. Ein Ärgernis für jeden Metaller, der mit dem Geblöke des Metalcores überhaupt nichts anfangen kann. Wenn da mal nicht jemand die alten Fans wieder ins Boot ziehen wollte, die es etwas verärgert aufnahmen, dass Heafy auch Teile der alten Songs nun Hetfield-mäßig singt? Nun ja, warum auch immer, dies muss auf jeden Fall als Minuspunkt abgehakt werden, stört es beim Genießen des Albums doch immens, wenn man nicht das Glück hat, sich flott daran zu gewöhnen.

Zurück zum Positiven, ich sprach gerade von Genießen. „Shogun" ist prädestiniert zum Genießen. Denn ähnlich wie das neue METALLICA Album (ja, die Vergleiche müssen einfach sein ;-)), schlagen dem Hörerohr hier lange, sehr vielseitige und vielschichtige Songs entgegen, die sich erst nach ein paar Durchläufen komplett entfalten. TRIVIUM sind musikalisch ganz dicke dabei und das wollen sie diesmal auch zeigen! Das ist durchaus legitim, wenn kein progressiver Selbstlob-Bullshit bei heraus springt.
Das haben die Jungs super umgangen! Neben den vielen Riffs und den ausladenden Strukturen schaffen es die Shootingstars in jedem, aber auch wirklich jedem Song eine Melodie oder Hookline einzuweben, die einem komplett den Schädel sprengt.

Der Opener „Kirisute gomen" weist direkt den Weg des Albums auf, beginnt knallhart, bevor er sich in Riffs wälzt und mit einem hochmelodischen Refrain gerade zu explodiert. Mit „Down from the sky" befindet sich ein absoluter Superhit auf dem Album, der live für kollektives Ausrasten sorgen wird und alles hat, was Metal ausmacht, harte Grooves, Melodie und technisches Können. Eingängig wie die Wutz begeistert dieser Track in jeder Sekunde und beweist, dass ein „Hype" um die Truppe unnötiger nicht sein könnte. TRIVIUM erschaffen hier einfach großartige Musik, die nur ganz wenige auf diesem Level schaffen.
In „Into the mouth of hell we march" ziehen sich neben den brutalen Thrash Metal Parts vor allem im Mittelteil Maideneske Leads durch den Song. Sowohl „Throes of perdition" als auch das härtere, thrashige „Insurrection" bergen massig Hitpotential, das „The calamity" dann bis zum Äußeren treibt. Der zweite Hit des Albums hinterlässt den Hörer mit Kinnlade in Bodenlage. Perfekt zum mitsingen, frisst sich ins Hirn und verschwindet so schnell nicht wieder.

Die Leadgitarre von „Like Callisto To A Star In Heaven" geht gleich in den Kopf, der Song sollte für massives Headbangen sorgen. Wenn hier auch viel gebrüllt wird, erfreut die Grundhärte und Energie des Songs. Der Titelsong zum Abschluss wirkt mit seinen 12 Minuten regelrecht episch und zeigt eine ganz andere Seite von TRIVIUM, wenn auch auf die Trademarks stets Wert gelegt wird. „Shogun" zeigt sich als perfektes Ende einer sehr guten und vor allem durchweg interessanten Platte und begeistert sowohl mit einem fantastischen Refrain als auch mit einem ruhigen, aber bedrohlichen Mittelpart, der den Song perfekt abrundet.
Ein besonderes Detail wartet darauf, vom Hörer entdeckt zu werden: An einigen Stellen des Albums wiederholen sich Melodiebögen, die die Tracks wie ein musikalisches Konzept erscheinen lassen. Man vergleiche das Akustik ntro des Openers mit dem Refrain des Titeltracks und freue sich ;-)

Um es nun so kurz wie möglich zusammen zu fassen: Kaufen!
TRIVIUM sollten es mit diesem Album geschafft haben, alle verschiedenen Fans ihrer bisherigen Schaffensphase zusammen unter einen Hut zu bekommen. Außerdem hat „Shogun" Potential, sich ganz neue Fans zu erspielen, denn dieses Album hat keine Hänger, keine wirklichen Schwächen, es ist einfach klasse!
Hier sollte jeder ein Ohr riskieren und recht schnell sollte klar werden, warum TRIVIUM schon seit mehr als 2 Jahren ungebrochen die Band der Stunde ist und es auch noch eine ganze Weile bleiben wird! Ich kann mich jedenfalls nicht satt hören an „Shogun"! (Bernie)

 

Bewertung: 8,5 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 66:31 min
Label: Roadrunner Records
Veröffentlichungstermin: 26.09.2008

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