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Der regional schon seit geraumer Zeit bekannte und beliebte Sampler „Saarland Underground" geht 2008 in die vierte Runde. Diesmal hat man expandiert und der Sampler erscheint das erste Mal als Doppeldecker mit 26 Beiträgen. Die CD wurde regulär gepresst und ist zum absoluten Selbstkostenpreis von 3 Euro zu erhalten bei den Machern von Micro-Phonics.de.

Wie bewertet man nun solch einen Sampler? Man könnte sich die zwei CDs zur Brust nehmen und an dem Underground, der selbstverständlich qualitativ nicht mit der Profiriege von Metal Blade, Nuclear Blast, Century Media oder Roadrunner zu vergleichen ist, all das auslassen, was man sich bei Promos der benannten Größen nicht traut. Sind ja schließlich nur Undergroundbands, was können die einem schon wollen?
Man könnte allerdings auch die Finger von dem uninteressanten Undergroundblödsinn, der es eh nie zu was bringen wird, lassen und den Sampler einem Jungredakteur übergeben, der damit aufgewachsen ist, dass AS I LAY DYING den Death Metal erfunden haben und sich im Review in unsäglichen Genre-Neukreationen suhlt, weil keinerlei Musik-geschichtlicher Background vorhanden ist.

Eine andere Möglichkeit wäre, den Sampler als das zu bewerten, was er ist! Nämlich ein aus Leidenschaft und regionaler Szeneverbundenheit entstandenes, unkommerzielles Hobby-Projekt! Hier haben sich Musikliebhaber und Musiker zusammen getan und massig Freizeit investiert, um einen Sampler so professionell zusammen zu stellen wie irgendwie möglich, ohne daran auch nur einen Cent verdienen zu wollen, nur aus einem einzigen Zweck heraus: Der heimischen Heavy Metal Szene ein wenig mehr Gehör zu verschaffen!
Und das soll und muss gewürdigt werden! Wie viele solche Projekte gibt es denn in Deutschland? Wie viele Leute machen sich denn die ganze Mühe? Viel zu wenige!

Der Saarland Underground Sampler macht Jahr um Jahr keine Ausnahmen und richtet nicht nach Soundqualität oder musikalischer Finesse. Jede Heavy Metal Band des Saarlandes hat ein Recht auf einen Platz auf diesem Sampler und dieses Jahr sind es ganze 26 geworden, was meiner Meinung nach ein äußerst positives Bild auf die saarländische Metalszene wirft, der wenige Nicht-Saarländer dies zutrauen würden!
Auf den zwei CDs ist an Genre alles vertreten, von Metalcore bis Black Metal, von Death bis Power Metal, von Alternative bis Gothic Metal. Ich habe mich dazu entschlossen, dem Sinn des Samplers nach, keine Band subjektiv zu bewerten, sondern zu versuchen, die Bands der zwei CDs kurz nach ihrem Stil zu beschreiben und Interessenten direkt die Möglichkeit zugeben, sich die Bands im Netz anzuhören. Dazu sind alle Bandnamen mit der ihrer offiziellen Myspaceseite verlinkt. Viel Spaß mit der saarländischen Metalszene! Wir freuen uns schon auf Nummer 5 des Samplers!

CD 1:

Achaia: melodischer Death Metal a la Amon Amarth

Lowkast: Crossover zwischen Metal und Hardcore mit zusätzlicher Frauenstimme

Systematic Eradication: rotzig punkiger Death'n Roll

Godslave: Thrash/Death

Slidur:  melodischer Thrash/Death Metal

Hellowed: 80er melodic Metal

Dawn After Death: progressiver Death Metal mit cleanen Parts

Societas Noctis: Death Metal mit Gothic und Elektroeinflüssen

Nihil Novi: Death Metal mit Gothiceinschub und zusätzlicher Frauenstimme

Point of Inflection: grooviger Deathcore

Dethroned: ursprünglicher Black Metal

Ancient Gods : melodischer Power Metal

Heralder: symphonischer Pagan Metal mit zwei zusätzlichen Frauenstimmen

 

CD 2:

Amentet: komplexer Death Metal

Ravenfrost: Black/ Death Metal

Epilogue: grooviger Metalcore

Mindfear: Metalcore mit rockigen Einflüssen

Tyburn: treibender Death Metal

Adiaphora: melodischer Metalcore

Ending seasons: Metal/Emocore mit zweiter Frauenstimme

Banished Force: Old School Thrash Metal

Fractical Illusion: Crossover aus Metal, Punk und Alternative

Trickster's Day: Hardrock

Nocturnal Opera: symphonischer Gothic /Black Metal

Slaves under machine gods: old school Death Metal

Berserk Inc.: spaciger Melodic Death

 

(Bernie)

Bewertung: - / -

Anzahl der Songs: 26
Spielzeit: 57:52 min / 59:30 min
Label: keins
Veröffentlichungstermin: Juni 2008

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