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MORD, das nenn ich mal einen Namen fĂŒr ne Black Metal Kombo!
Auch ansonsten scheint hier alles zu passen, die Band stammt aus Norwegen, begann als Ein-Mann-Projekt und auf dem Cover der neusten Langrille „Necrosodomic abyss" wird Herr Jesus von bösen DĂ€monen fies zerfleischt! Die Tracks sind mysteriös in Opus I bis VIII unterteilt und auf dem Backcover glĂ€nzen zwei schwarz/weiß verzierte Bösewichte mit einem Messer im Anschlag.

Was hier vielleicht etwas lĂ€cherlich ausgedrĂŒckt klingen mag, kann aber durchaus als Blaupause fĂŒr eine zĂŒnftige Black Metal Scheibe gelten. Und „Necrosodomic abyss" entpuppt sich auch tatsĂ€chlich als selbige.
In Schwarzheim so oft propagierte EigenstĂ€ndigkeit und fĂŒr den nicht-elitĂ€ren Geist nicht fassbare KreativitĂ€t und Intelligenz der Musik sind hier zwar nur bedingt zu finden, dafĂŒr geben MORD dem Hörer einfach ordentlich eins auf die Glocke!

Wie ein roter Faden durch eine Geschichte zieht sich ein unsĂ€glich schneller Blastbeat durch „Necrosodomic abyss", der teils fast schon KATAKLYSM - Geschwindigkeit erreicht. Generell ist der Sound der Platte im Vergleich zum GenreĂŒblichen eher  im oberen Bereich anzusiedeln. Einmal drĂŒbermixen hĂ€tte nix geschadet, aber was solls.
MORD lockern die speedigen KnĂŒppelpassagen immer wieder durch Black Metal typische, kalt klirrende Riffs auf. Ein treibender Doublebassteil hier und da sorgt fĂŒr die nötige Abwechslung.

HöhenflĂŒge sollte man von „Necrosodomic abyss" allerdings nicht erwarten, geboten wird handgemachter Black Metal mit ordentlichem Arschtritt-Faktor, aber auch nicht mehr. AtmosphĂ€re kommt leider in den wenigsten FĂ€llen auf, wenn auch AnsĂ€tze dazu zu hören sind, dafĂŒr wird einfach zu viel Wert auf die donnernden Blastbeats gelegt, die dafĂŒr kontraproduktiv sind. Allein bei „Opus VIII" findet sich ein recht eingĂ€ngiges Riff, ansonsten wirkt die ganze Scheibe durch die ganze KnĂŒppelei ein wenig eintönig und teils anstrengend.

Wer auf MARDUK steht, wird bei MORD unter UmstĂ€nden aber auch seinen Spaß haben. In Punkto IntensitĂ€t, Schnelligkeit und brutaler HĂ€rte fĂŒhlt man sich desöfteren an die Black Metal Institution erinnert. Gutes Scheibchen also, aber kein Überflieger. (Bernie)

Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 8
Spielzeit: 37:09 min
Label: Osmose Productions
Veröffentlichungsdatum: 17.03.2008

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