| Hate Eternal - Fury & Flames |
HATE ETERNAL waren noch nie eine 08/15 Standard Death Metal Truppe. Wer jahrelang bei MORBID ANGEL an der Axt arbeitet, von dem wird man eh alles andere als straighte Musik erwarten. Erik Rutan hat nach dem tragischen Tod seines Bassisten und Freundes Jared Anderson niemand anderen als CANNIBAL CORPSE Dicksaiter Alex Webster und einen neuen Gitarrero um sich geschart, um mit „Fury & flames" Death Metal Geschichte zu schreiben. Und das tut er auch, wenn auch nicht auf die Art und Weise, die man sich landläufig denken mag. Rutan entfesselt auf seinem neuesten Longplayer ein fürchterliches Biest aus purem Chaos und Hass, roher Gewalt und undurchdringlichem Wahnsinn! In den letzten Jahren hat sich Rutan als Produzent von extremem Death Metal wie CANNIBAL CORPSE oder IN BATTLE einen sehr guten Namen gemacht und hat sich auch bei seinem eigenen Baby niemand externes ins Boot geholt. Ein wenig besser hätte man sich den Sound von „Fury & flames" schon irgendwie gewünscht, aber in Anbetracht der Tatsache, dass das Album nicht wirklich aus Songs besteht, sondern die einzelnen Tracks im gleichen wahnsinnigen Tempo völlig ohne nachvollziehbare Struktur aus den Boxen knallen, hat Rutan wohl auch hier gute Arbeit geleistet, um Instrumente voneinander abzugrenzen. Der Sound fließt, nein, strömt wie ein reißender Fluss nach vollkommener Überflutung und wochenlangem Unwetter in die Köpfe der Zuhörer, zwar anstrengend und chaotisch, aber trotz allem homogen in seiner Durchschlagskraft. Einzig das Schlagzeug hätte ein wenig differenzierter geregelt werden können, obwohl man davon ausgehen kann, dass ein Erik Rutan genau den Sound zaubert, den er sich vorstellt, von daher ist bei „Fury & flames" sogar von einem künstlerischen Gesamtwerk zu sprechen, in dem Sound und Songs miteinander verschmelzen. Selbst für HATE ETERNAL Fans wird dieses Album eine wahre Herausforderung sein! „Fury & flames" fordert nicht nur die Ohren des Zuhörers, genau so wirkt es auf den Magen, den Kopf, den ganzen Körper und allen voran die Seele. „Fury & flames" wird euch bis zum letzten fordern und etliche werden ihre Waffen strecken und aufgeben. Versucht es, kämpft euch durch und ihr werdet ein ganz besonderes Album erkennen, wenn es euch nicht vorher dahinrafft ;-) (Bernie)
Anzahl der Songs: 10
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