Eternity Magazin

thearcaneorder_inthewakeofcollision.jpgMit „The machinery of oblivion" landeten THE ARCANE ORDER 2006 einen Treffer ins hellschwarze. Moderner Thrash Metal mit vielen schwedisch-melodischen Einflüssen, dem aber noch ein wenig an Eigenständigkeit und Kick fehlte. Im typischen Zwei-Jahres-Rhythmus landet nun „In the wake of collision" in den CD-Regalen und lässt Kinnladen klappen...

Was zur Hölle geht denn hier ab? Was hat man denn den Schweden angetan? Der Opener „Death is immiment" bollert so was von brutal und kompromisslos durch die Boxen, dass man rücklings vom Stuhl zu kippen droht. Was eine Wand! Heiliges Blechle, THE ARCANE ORDER gehen hier um vieles extremer zur Sache als beim Vorgänger.
Aufgerappelt, wieder den Stuhl besetzt und versucht, sich zu sammeln...
Eiderdaus, Black Metal Elemente werden in den äußerst modernen Sound eingewoben und ein pfeilschnelle Blastbeats schaffen eine undurchdringliche Wand von Brutalität. Himmel hilf, wie geil!

Shouter Kasper Thomsen wechselt zwischen beeindruckend kreischenden Vocals und tiefen Growls, die zwar in jedem Ton nach neuer Schule klingen, aber nicht mit den typischen Metalcore Vocals zu vergleichen sind.
Etwas grooviger geht's weiter mit „Between reason and hubris". Zumindest zu Anfang, denn weit gefehlt, wer denkt, es würde einen Gang zurück geschaltet. Was vor allem auffällt ist, mit welch gandenloser Präzision THE ARCANE ORDER hier der Hochgeschwindigkeit frönen. Das große Plus von „In the wake of collision" besteht eindeutig in der enormen Sounddichte. Die Produktion von Jacob Hansen verschafft dem Album eine dicke Mauer, die undurchdringlich scheint. Doch immer wieder werden im Verlauf des Albums kleine Breschen geschlagen, die mit, im Vergleich, schon fast atmosphärisch anmutenden, sehr melodischen Soli ausgefüllt werden.
Wirklich Ruhe wird dem Hörer in den knapp 50 Minuten nicht zugestanden, „The serpent tower" bollert ähnlich schnell durch die Boxen wie bereits der Opener. Beeindruckend!

Erst „Eruptions of red" erinnert mit seinen Staccatto - Grooves ein wenig an den Vorgänger, bevor eine Doublebass/Synthesizer Wand wieder zum Angriff ansetzt. In Kombination von Tasten und Gesang tun sich hier ganz besonders Referenzen zu STRAPPING YOUNG LAD auf, die im Weiteren auch immer wieder zum Vorschein kommen. Mr. Townsend scheint hier nicht wenig als Einfluss gedient zu haben.
Das Instrumental „When oceans become deserts" festigt den zuvor gewonnenen Eindruck und wartet gleich zu Beginn mit typischen Trademarks der Ausnahmeband auf. Eine Wand aus atmosphärischen Tastenklängen, die mit einem wieder einmal extrem dichten Doublebass Teppich unterstützt werden.

„Unleash the tyrant" wird seinem Titel gerecht und treibt durchweg nach vorne. Auch im restlichen Verlauf des Albums wird nicht mal an die Bremse gedacht, es regiert die Geschwindigkeit (Einzig der Rausschmeißer „Horizons buried" überrascht mit melodischem Midtempo). Man könnte fast behaupten, dass ein durchweg speediges Album irgendwann langweilig wird, doch hier wird trotz fehlender Eingängigkeit so bös geholzt, dass die Faszination über der technischen Fähigkeiten der Truppe nicht nachlässt. So ein Album hätte man THE ARCANE ORDER nicht zugetraut!

Fans von SYL sollten sich „In the wake of collison" auf jeden Fall zulegen. Freunde moderner brutaler Klänge dürfen an diesem Album nicht vorbei gehen. „Bleiben sie stehen, hier gibt's was zu sehen"! Kaufen! (Bernie)

Bewertung: 8,5 / 10 

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 48:45 min
Label: Metal Blade Records
Veröffentlichungstermin: 11.01.2008

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