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GRIP INC. ist tot, lang lebe ENEMY OF THE SUN!
Waldemar Sorychta weigert sich, sich länger hinter seinem Mischpult zu verstecken und bringt mit "Shadows" das Debütalbum seiner neuen Band ans Licht. Aufhorchen gilt es nun, denn hier hat sich ein Bastard sondergleichen versteckt, der bereit ist, einen Sturm auszulösen...

„Power on?" - „power on" und schon knallt die Kinnlade auf den Boden...
Scheiß die Wand an, geht's hier ab! Jules Naveri kreischt mir aus voller Seele das Trommelfell entzwei und schon nach wenigen Momenten hört man die unnachahmliche Handschrift von Altmeister Waldemar Sorychta heraus, diese einzigartigen Riffs hat man bisher nur bei GRIP INC gehört, der Wahnsinn!

Bis man sich von diesem Schlag ins Gemächt erholt hat, ist man schon mitten im Album „Shadows" angelangt. Denn ohne Unterhalt wird hier das Lebenszeichen von sich gegeben, als hätte man jeden Tag der Abstinenz Kraft gesammelt, nur um sie in einem Moment wieder heraus zu lassen. Meine Güte, das tut weh!
Mit Nichten handelt es sich bei ENEMY OF THE SUN um eine straighte Prügelcombo (was nach dem Vorgänger GRIP INC auch nicht zu erwarten war). Sorychta haut uns das Album einer neuen Band um die Ohren, das die Szene im Sturm nehmen wird. Hier sind alle Stile des ordinären Heavy Metals zu finden, die man sich vorstellen kann (abgesehen vielleicht von True und Black Metal...). Dazu ein Sänger, der bisher wundersamer Weise noch völlig unbekannt und unentdeckt geblieben ist. Eine Schande, wenn man hört, wie viele Sparten des Gesangs Jules Naveri in seinen Stimmbändern abgespeichert hat. Beim Album Hit „Lives based on conflicts" wird tief gegrunzt, PANTERA-esk gekreischt, um im Refrain mit einer klaren, aber kräftigen Singstimme zu überraschen! Da hat Sorychta ein echtes Juwel aufgetan.

Musikalisch werden hier wie gesagt, jegliche Grenzen überschritten. Fängt ein Song mit den typischen Thrash Metal Riffs an, die man bei GRIP INC. so sehr lieben gelernt hat („Emptiness"), pfeffert einem ein vertrackter Rhythmus die Gehirnwindungen total auseinander („Carousel"), um mit akustischen orientalen Melodien den Wahnsinn komplett zu betten („Clearly Surreal"). Brutale Death Metal Riffs („Burning Bridges") wecken dann wieder auf, so dass man nichts von den wunderschönen, eingängigen Refrains in fast allen Songs verpassen muss.

„Shadows" lässt wahrlich Münder offen stehen. Beim ersten Hören wohl noch aus völliger Überforderung, denn leichte Kost ist anders! Hier bedarf es schon einigen Durchläufen, bis man die wahnsinnig weitreichende Progressivität von ENEMY OF THE SUN begreifen kann! Progressivität bettet sich hier allerdings nicht in verspieltem Eigenlob, sondern auf ein völlig durchgeknalltes Verständnis von Struktur und der Überwindung aller Grenzen, denen man sich im Metal konfrontiert sieht.
Bestes Beispiel dafür ist „Twenty Three Feet", das mit unzähligen Tempo- und vor allem Stimmungswechsel glänzt und nach dem ersten Hören auf keinen Fall begriffen werden kann. Vertrackt ultrabrutal beginnend mündet der Song nach mehreren Minuten der Unfassbarkeit in einer ruhigen, schönen Melodie. Faszination pur!

ENEMY OF THE SUN haben mit ihrem Debüt eine neue Sparte frei gesprengt, die GRIP INC. ein wenig vorgegraben hatten. Ein sehr schwer verdauliches Album ist „Shadows" geworden, das sich aber mit etwas Geduld und Mut zu einem faszinierenden Feuerwerk der Emotionen und verschieden Metalspielarten mit immenser Vielseitigkeit mausert. ENEMY OF THE SUN werden die Szene von hinten aufrollen, in der nächsten Zeit kommt wohl keiner unbeschadet an dieser Band vorbei! „Shadows" sollte man sich zulegen, egal welcher Art man „angehört", welchen Stil man präferiert. Diese Band haut euch weg, ihr werdet sehn! (Bernie)

 

Bewertung:  9 / 10

Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 53:41 min
Label: Massacre Records
Veröffentlichungstermin: 07.12.2007

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