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„Die DĂ€nen THE BURNING nehmen mit ihrem DebĂŒt Anlauf zum Sturm auf die Old School Thrash Bastion"- lĂ€sst sich im Info Flyer zum Album „Storm the walls" lesen. Zumindest vom Titel her stimmt diese Beschreibung. Doch werden THE BURNING wirklich einen Platz im viel prophezeiten Thrash Revival ergattern können und wie sehr Old School ist „Storm the walls" wirklich?

Garnicht. THE BURNING sind ĂŒberhaupt nicht in die Old School Schiene zu schieben. Was die DĂ€nen hier bieten, ist alles andere als alte Schule und kann mit einem zusammengekniffenen Auge sogar in die Metalcore Schublade geschoben werden. Wobei man der Band aber, wie bei NEAERA und Konsorten auch, damit Unrecht tun wĂŒrde.
THE BURNING bemĂŒhen sich redlich, dem Hörer eins auf die Kauleiste zu geben und dieses BemĂŒhen trifft auch tatsĂ€chlich auf fruchtbaren Boden und lĂ€sst ein junges, kleines PflĂ€nzchen der Gewalt sprießen.
Fette, tief gestimmte Gitarren und ein dunkel donnerndes Schlagzeug zeichnen THE BURNING auf ihrem DebĂŒtalbum aus. Ganz gegen den im Flyer propagierten Old School Gedanken grooven die DĂ€nen besonders im Opener „Underachievers Unite" und besonders „Weakling" wie die Sau und dĂŒrften eher junge als alte Hartwurstler begeistern. Wobei zweiter sich teils wie eine schwere Masse aus frischem Teer zieht, schön gemacht, ordentlicher Groove, der auch mal ohne Breakdown auskommt, was heutzutage ja oft unmöglich scheint!

„The gospel" zermalmt mit seinen massiven Riffs und dem Wechsel zwischen dynamischem Groove und Fresseklopperei alles sich im Weg in den Gehörgang befindliche mit Vehemenz, hier ist eindeutig der Hit des Albums zu finden (zusammen mit „Weakling").
THE BURNING trumpfen auf „Storm the walls" um vieles mehr mit ihrem ultra fetten, durchdringenden Groove auf, denn mit Hochgeschwindigkeitsattacken und typischer Thrash - PrĂŒgelei. Es stehen sich hier Songs wie „Last Living Hostage" und das abwechslungsreiche, sehr Metalcore - lastig flotte  „Kill The Swine" gegenĂŒber. Abwechslung wird bei den DĂ€nen auf jeden Fall groß geschrieben, was sie im Sumpf der durchschnittlichen Veröffentlichungen schon mal heraus stechen lĂ€sst.
Es macht Spaß, sich von den schon genannten Songs, dem mit einem melodischen, einprĂ€gsamen Riff gesegneten „Warhorse" oder der wahrscheinlichen Mitsing - Bandhymne „Fire" wegdrĂŒcken zu lassen.

Fraglich ist, warum THE BURNING als Old School Thrash Metal beworben werden, oder wurde da nur etwas falsch verstanden? Oder ist gerade DAS ein Zeichen dafĂŒr, dass das Thrash Metal Revival tatsĂ€chlich vor der TĂŒr steht oder sich sogar schon leise in die Stube geschlichen hat, um im richtigen Moment loszuschlagen zur totalen Zerstörung?
WĂŒnschenswert wĂ€re dies allemal!
FĂŒr Old School Thrasher sind die DĂ€nen nichts. Wer hier unbedingt zugreifen sollte, ist die junge Metal Generation um HATESPHERE, NEAERA und Konsorten, denn hier passen THE BURNING am besten rein. Da sich die etwaigen Core - EinflĂŒsse sehr klein halten, sollte auch der zeitlose Hartwurstler hier ruhig mal ein Ohr riskieren, die DĂ€nen haben einiges zu geben. Von THE BURNING wird man mit Sicherheit noch einiges hören, hoffentlich bald auch mal live! (Bernie)

 

Bewertung:  7,5 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 34:03 min
Label: Massacre Records
Veröffentlichungstermin: 07.12.2007

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