| Impaled Nazarene - Manifest |
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Wie eine Art Vortäuschung falscher Tatsachen bollert der Opener „The antichrist files" brutal geil schwarzmetallisch durch die knarzenden Lautsprecher und ist leider nach knapp 1,5 Minuten schon wieder vorbei. „Mushroom truth" schlägt dann aber vorerst in dieselbe Kerbe und treibt dynamisch und straight nach vorne. Doch die vorgetäuschte Rückbesinnung auf alte Stilmuster hält nicht lange vor und mit „You don't rock hard" knallen die Finnen den überraschten Hörern eine punkig rotzige Partynummer par Excellanze vor den Latz und verprellen alle Old School Fans ihrer selbst innerhalb von zwei Minuten. „The calling" überrascht sogar mit einem melodischen Lead, das man auch ohne weiteres im Melodic Metal finden könnte, hier werden jegliche Scheuklappen ad acta gelegt, scheiß egal, Hauptsache, es knallt! Und das tut es nicht zu knapp. Die Finnen um ihren keifenden, rotzenden Frontrüpel MikaakiM (ein tolles, Pseudonym) bollerfetzen sich mit einer Geschwindigkeit durch das Album, dass es eine wahre Pracht ist. Ausnahmen wie das zähe „Funeral for despicable pigs", bei dem tief in die Slow Mow Death Metal Kiste gegriffen wird, bestätigen die Regel und sorgen für einen Tacken Abwechslung. „Goat justice" lässt abseits von seiner unmenschlichen Geschwindigkeit vermuten, dass sich die Lyrics von „Manifest" um den üblichen Satanskram drehen. Bleibt zu hoffen, dass die lyrischen Ausrutscher der Vergangenheit nicht wieder vorkommen. Abgesehen davon knallt „Goat justice" in Old School Speed Metal Manier fast schon überragend durch die Gehörgänge, ein herrliches Prügelfest. „Manifest" sei jedem empfohlen, der „Pro patria finlandia" schon geil fand und mit der Entwicklung von IMPLAED NAZARENE keine Probleme hat. Wer Bock auf extreme Partymucke hat, die auf der Autobahn die linke Spur besetzt, kann sich „Manifest" bedenkenlos zulegen, Highspeed Fanatiker sollten diese Scheibe auf jeden Fall antesten! Ein geiles Stück Arschtritt! (Bernie)
Bewertung: 8 / 10 Anzahl der Songs: 16 |