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Neben AC/DC gibt es tatsächlich noch andere Truppen der härteren Gangart mit Kultfaktor in Australien, wobei man MORTAL SIN als Old School Thrasher nicht mit den Langweilern um Angus Young vergleichen sollte, denn MORTAL SIN spielen tatsächlich Metal. 10 Jahre war es ruhig um die Australier, die zu Mitte der 80er als die „neuen Metallica" gepriesen wurden. 1986 kam das Debüt „Mayhemic destruction" auf den Markt und über 20 Jahren danach versuchen MORTAL SIN mit ihrem 5. Album „The absence of faith", an alte Glanztaten anzuknüpfen.

Das Intro zu „Out of the darkness" läutet die Scheibe gleich fantastisch ein, eingängig und nach purem Old School Thrash klingt der Opener, der wider Erwarten eher fett stampfend daher kommt als rasend schnell, wie man genretypisch erwarten könnte. Generell muss man gleich zu Beginn schon klarstellen, dass „An absence of faith" eher im mittleren Tempo angesiedelt ist und die typischen Prügelattacken nur ganz selten zum Tragen kommen.
Schade für den Old School Hau-Drauf Thrasher, aber MORTAL SIN haben auf ihrer neuen Scheibe auch im gedrosselten Tempo etwas zu bieten.

Der Opener stampft sich in die Gehörgänge mit sauberem Groove und einem eingängigen Refrain. „Deadman walking" nervt ein wenig mit den unnötigen Shouts als Background - Unterstützung, wobei das fast neunminütige Epos „Tears of redemption" als Fortsetzung des Tracks „Lebanon" die Spitze des Albums darstellt. Hier wird an Stimmungen und Rhythmen alles reingepackt, was der Metaller so braucht: Melodie, Groove, ein wenig Rasanz und Geprügel (hier wird das erste Mal wirklich gethrasht) mit einem großartigen Refrain.
Ein wenig erscheint es schon als Manko, dass die Australier oft mit einem flotten Riff beginnen und durch einen groovenden Rhythmus dann die ganze Dynamik zu Nichte machen, da hätte man vor allem beim Opener besser mal das Gaspedal durchgerückt und ein paar Speedfans glücklich gemacht.

„Rise or fall"  kommt recht flott daher und zeigt mit den übrigen Tracks wie „Lost within" oder vor allem „Eye in the sky" dass MORTAL SIN auch im Jahre 2007 noch guten melodischen Thrash Metal auf Platte zimmern können. „An absence of faith" birgt keinen Füller, eigentlich sind alle Songs durch die Bank weg gut. Aber irgendwie wollen nicht alle endgültig zünden. Es packt einen nicht immer bei den Eiern und schleift einen meterlang über den Asphalt. Denn genau das sollte Thrash Metal tun.

MORTAL SIN haben mit ihrer neuen Langrille ein wirklich gutes Album aufgenommen, das all ihre Fans aus alten und neuen Tagen begeistern wird. Ein Klassiker oder Meilenstein des gesamten Genres wird aber aus diesem Album nicht. Dafür hätten alle Tracks die hohe Qualität vom Opener und „Tears of redemption" haben müssen. Es bleibt bei einem guten melodischen Thrash Album, das man sich mal antun sollte! (Bernie)

 

Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 47:27 min
Label: Armageddon Music
Veröffentlichungstermin: 16.11.2007

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