Eternity Magazin

demiricous_two.jpg„One(Hellbound)" schlug ein wie eine Bombe und DEMIRICOUS galten als legitime SLAYER Nachfolger, wenn's denn mal zu Ende geht. Nun schicken sich die Amis an, mit ihrem zweiten Album „Two(Poverty)" den Rest der Welt zu erobern, der sie noch nicht abfeiert. SLAYER Anleihen sind auch hier ganz klar zu erkennen, aber das reicht bei weitem nicht, ihren Sound zu beschrieben...

Während der Opener des ersten Albums noch als regelrecht dreiste Kopie der Weltregierenden Schlachtermeister durchgeht, klingt „Never enough road" doch etwas anders. Der Opener der neuen Platte könnte wohl am ehesten als rauer amerikanischer Hardcore bezeichnet werden. Der Gesang ist um einiges weniger thrashig und klingt sehr HC lastig. Der Track geht gleich nach vorne los, ohne Gefangene zu machen, die Bandeigene Bezeichnung „Streetmetal" passt wie die Faust aufs Auge! Einfache Grooves, simple Riffs, ohne viel Geplänkere, gleich auf die Zwölf, wenn auch nicht in rasender Geschwindigkeit.

„Exprerssion of immunity to god" klingt dann allerdings wieder original nach den Helden, wenn man mal von den Blastbeats absieht, die den Sound der Jungs für Nicht - Wissende schon etwas undurchsichtig macht. Wir haben hier nun also Hardcore, Thrash und Death Metal. Neben  Groovern wie „Knuckle eye" stehen rasende Brecher wie „Leprosaic belief", die neben den genannten Stilen sogar ein wenig Punk offenbart.
Ein illustrer Mix aus Stilen, die DEMIRICOUS ausmachen. Attitüde scheint den Jungs wichtig zu sein, wobei es hier wohl am ehesten um die „Fuck Off" Attitüde geht. Das ist den Songs von „Two(Poverty)" ganz deutlich anzuhören.
Hau Drauf- Musik, die primitiv genug ist, um zu wirken, aber nicht zu primitiv, dass man sie als Müll abtun könnte.

„Tusk and claw" beinhaltet dann wieder alles, was vorher beschrieben wurde, addiert aber noch zäh fließende Parts hinzu, bevor es richtig rund geht und der große SLAYER Logo wieder prangt. Das Grundriff von „Appreciation for misery" treibt an wie die Wutz mit einem Thrash/Hardcore Drive, der es in sich hat.
Die jungen Amis beherrschen ihre Instrumente, auch wenn es sich auch aufgrund der meist simplen Songs nicht immer danach anhört, was nicht zuletzt bei den Soli klar wird. Meister Rutan hat der Band auch einen schönen, äußerst durchsichtigen Old School Sound gezimmert, durchgreifend aber trotzdem nicht zu modern.

Nun, DEMIRICOUS sollten wirklich nicht als die legitimen SLAYER Nachfolger gehandelt werden, denn das sind sie definitiv nicht!! Ihr Mix aus Hardcore, Punk, Thrash und ein wenig Death Metal hat schon was für sich und ist vor allem gut, um richtig nach vorne los zu gehen. Der Begriff „Street Metal" fasst es treffend zusammen. DEMIRICOUS sind allen zu empfehlen, die es gerne mal einfach und ohne Schnörkel haben. Hau drauf und Fuck Off, damit könnte man „Two(Poverty)" am besten zusammenfassen. Deshalb bleibt die Langrille aber auch nicht wirklich im Ohr hängen und man greift dann doch lieber wieder auf die alten Größen zurück.
Eine allgemeine Empfehlung kann hier also nicht unbedingt ausgesprochen werden. Dafür bietet die Band außer dem netten Stilmix und ein Groß an Credibility nicht viel Neues oder Grandioses. Für Hau Drauf - Fuck Off Liebhaber wohl die perfekte Band, also ruhig mal reinhören, kann nix schaden. (Bernie)

 

Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 40:13 min
Label: MetalBlade Records
Veröffentlichungstermin: 08.10.2007

 

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