Eternity Magazin

wasp_thebestofthebest.jpgWASP begannen 1984, die Metal und Hardrockwelt auf den Kopf zu stellen. Äußerlich wie eine Mischung aus TWISTED SISTER und MOTLEY CRÜE, mit Pfeffer im Arsch und der scharfen Zunge von MOTÖRHEAD, verewigten sie sich mit ihren ersten sechs Alben in der Metal History für immer und ewig. Eine Best Of CD einer Band, die seit über 20 Jahre erfolgreich ihr Unwesen treibt, ist also durchaus verständlich und gerechtfertigt. Ein paar Schönheitsfehler besitzt „The best of the best" aber trotzdem.

Das Album erschien nämlich unter gleichem Namen und Cover schon einmal im Jahre 2000, vor knapp sieben Jahren. Damals als Einzel CD mit Songs der ersten sechs Alben plus der rotzigen „Helldorado"- Scheibe . Alles von „Still not black enough" bis „Neon god" und auch die aktuelle, erfolgreiche Scheibe „Dominator" wurde auch bei der Neuauflage außen vor gelassen. Ob dies an den Labelwechseln und den damit verbundenen Rechten liegt oder daran, dass genau diese Platten im Gegensatz zu den ersten sechs gar nicht gut ankamen, wer weiß?!
Zusätzlich lässt sich noch die Frage stellen, ob Mr. Lawless mit der Veröffentlichung überhaupt was zu tun hat, wird die Best Of doch von Snapper Music publiziert, wohingegen die letzte Studioscheibe von Demolition Records lizenziert wurde. Nur, um mal den Gedanken aufzufassen, dass „The best of the best" wieder aufgelegt wurde, weil „Dominator" wieder so gut aufgenommen wurde...

Was gibt uns diese Neuauflage? Nun, eine zweite CD! Und somit einen Haufen rotzigen, politisch wahrlich inkorrekten Hardrock/Metal, der Geschichte geschrieben hat. Songs wie „I wanna be somebody" wurden zahlreich gecovert und zu „Animal (Fuck like a beast)", „Wild child", Blind in Texas", The real me" oder „Chainsaw Charlie" wird heute noch in guten Dissen abgehottet!
Der vorliegende Doppeldecker umfasst meist mehr als die Hälfte der angegebenen Alben und zieht somit einen mehr als umfangreichen Querschnitt durch die erste, erfolgreichere Schaffenshälfte von WASP. Sinnigerweise sind die Songs allesamt chronologisch geordnet, so dass sich der Hörer einen Überblick vom eher primitiv aber effektiv drauf los rockenden „Wasp" hin zum fast epischen Konzeptalbum „The crimson idol" verschaffen kann!

Man könnte behaupten, dass für einer richtigen Best Of alle Schaffensperioden einer Band berücksichtigt werden müssen und nicht nur die besten. Das bleibt aber im Geschmack jedes einzelnen. Genau so, wie die Frage, ob Best Of's überhaupt irgendeinem Zweck dienen, außer Geld für die Band locker zu machen...
Im Zeitalter des Internets stellt es kein Problem mehr dar, sich intensiv und vor allem kostenlos über eine Band zu informieren, was den Sinn einer Best Of völlig auflaufen lässt. Die Hardrock und Metal Fans sind allerdings gottlob noch eher Traditionsbewusst und freuen sich über eine gut zusammen gestellte Platte ihrer Lieblinge.

„The best of the best" bietet nichts Neues für Fans, ist also wahrlich kein Muss. Wer sich einen guten und umfangreichen Überblick über das erfolgreiche Schaffen von WASP machen will, dem sei diese Doppel CD wirklich empfohlen! Die Entscheidung, ob sinnvoll oder nicht, liegt bei jedem selbst. Zumindest kann hier bei offenem Fenster 140 Minuten durch die Gegend gedüst und mitgegrölt werden! Was will man mehr von einer Best Of? Das rockt! (Bernie)

Bewertung: -- / --

Anzahl der Songs: 32
Spielzeit: 74:10 min & 78:13 min
Label: Snapper Music
Veröffentlichungstermin: 24.09.2007

 

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